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20 Kilogramm Mehl und 60 Eier in Kräppel verwandelt

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Viele Hände waren beim Herstellen der Kräppel im Sportheim des VfR Lindenstruth beschäftigt. © Albach

Reiskirchen (war). So viel Trubel herrschte lange nicht mehr im Sportheim des VfR Lindenstruth. Vor allem junge Mitglieder des Ortsvereins hatten sich bei der erstmals durchgeführten Aktion »Kräppelverkauf für den guten Zweck« bereit erklärt, Herstellung und Verkauf der saisonalen Köstlichkeit tatkräftig zu unterstützen.

Die erste Vorsitzende des Vereins, Madleen Böcher, hatte im vergangenen Jahr mit ihrer Oma für die eigene Familie einen groß angelegten Backtag absolviert und viele Verwandte und Bekannte mit den frischen Kräppeln versorgt. Daraufhin erhielten sie von einer im letzten Jahr damit versorgten und leider bereits verstorbenen Bekannten ein altes Rezept sowie viele Utensilien, die früher in jedem Haushalt für das Kräppelbacken zu finden waren. Im Hause Böcher reifte die Idee, einen groß angelegten Backtag für die Allgemeinheit zu starten.

Das Datum für ein solches Vorhaben konnte in der Faschingszeit nicht treffender sein. Bereits am Tag vor dem eigentlichen Geschehen bereiteten Mitglieder des VfR alles für das große Backen vor. Knapp 20 Kilogramm Mehl, rund 60 Eier und die entsprechenden Mengen weiterer Zutaten wurden am Verkaufstag ab sieben Uhr morgens vermischt.

Das Ausrollen und Ausstechen der Teigmasse erforderte unheimlich viel Platz und alle Tische im Sportheim, Backbleche und Backbretter wurden belegt. In der Küche brodelte heißes Fett und nebenan waren einige der ungefähr zehn Helfer mit dem Füllen, Zuckern, Verpacken und dem Verkauf beschäftigt.

600 Kräppel verkauft

Von vielen Seiten wurde die »tolle Idee« zu dieser VfR-Veranstaltung gewürdigt. Über 600 Kräppel fanden ihre Abnehmer. Von dieser überwältigenden Inanspruchnahme des Angebotes waren die Veranstalter überrascht. Der Erlös dieser Wohltätigkeitsveranstaltung wird der Arbeit des Agaplesion Hauses Samaria Hospiz in Gießen zufließen.

Natürlich hatten alle Mitwirkenden kurzfristig einen Coronatest absolviert. Ein kurzes »Hallo« vor dem Sportheim mit bekannten Menschen konnte mancher bei herrlichem Frühlingswetter mit seinen erstandenen Kräppeln abhalten und diese zu Hause genießen.

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