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Änderungssperre für »Bersröder Straße« gilt weiter

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Der Planung für das Industriegebiet in den Gemarkungen Reiskirchen und Lindenstruth wird mehr Zeit eingeräumt

Reiskirchen (vb). Die Gemeindevertretung Reiskirchen hat der Planung für das Industriegebiet »Bersröder Straße« in den Gemarkungen Reiskirchen und Lindenstruth mehr Zeit eingeräumt. Einstimmig wurde die Verlängerung der seit drei Jahren bestehenden Veränderungssperre um ein weiteres Jahr beschlossen.

2019 hatte das Parlament den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst, um eine gewerbliche Entwicklung in dem Bereich zu ermöglichen. Das damals diskutierte Nutzungskonzept konnte nicht umgesetzt werden. Im Juni 2021 meldete sich ein neuer Interessent bei der Gemeindeverwaltung. Ende Mai dieses Jahres war im Gemeindevorstand ein Entwicklungskonzept vorgestellt worden. Die Veränderungssperre untersagt Neubauten, Abrisse oder sonstige erhebliche Änderungen an den Grundstücken.

CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Süße kritisierte, dass die Vorlage falsche Zeichnungen enthalte. Grundsätzlich seien viele Vorlagen der vergangenen Sitzungen »unterirdisch« gewesen.

Darlehen gewährt

Die Gemeinde Reiskirchen gewährt der Energiegesellschaft Lumdatal ein Darlehen in Höhe von 50 000 Euro. Dies beschloss das Parlament bei einer Neinstimme und einer Enthaltung. Die Gesellschaft betreibt den Solarpark Buchenberg in Daubringen. Neben Reiskirchen sind auch neun weitere Kommunen Gesellschafter. Jede gewährt ein Darlehen von 50 000 Euro, hinzukommen 300 000 Euro von der Bürgerenergiegenossenschaft »Sonnenland« und 200 000 Euro von den Stadtwerken Gießen.

Mit der Gesamtsumme von einer Million Euro kann die Energiegesellschaft Lumdatal zwei Bankkredite abbezahlen, deren Zinsbindung Ende Juni ausgelaufen war. Die Kommunen, »Sonnenland« und die Stadtwerke als neue Kreditgeber bekommen drei Prozent Zinsen. Das Geld soll bis Ende 2029 zurückgezahlt werden.

Dr. Rolf Tobisch (Grüne) kritisierte, dass hierfür Geld vorhanden sei, nicht aber für die Sanierung der Ortsdurchfahrt Saasen. Aus Sicht von Reinhard Strack-Schmalor (SPD) hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Die Ortsdurchfahrt - ein Gemeinschaftsprojekt von Kreis und Gemeinde - verzögere sich wegen nachvollziehbarer Bedenken des Kreisbehindertenbeauftragten. »Die Ortsdurchfahrt wird sicher gemacht und das Geld wird zur Verfügung gestellt«, betonte er.

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