1. Startseite
  2. Kreis Gießen
  3. Reiskirchen

Anfänge reichen weit zurück

Erstellt:

gikrei180620JPChorWinner_4c
Stefanie Freymann ehrte Klaus Peter Schneider, Peter Stark und Norbert Jilg (v. l.). Foto: Schmitt © Schmitt

Auf dem Hof der Kirchengemeinde Veitsberg/Saasen wurde der 20. Geburtstag des Posaunenchores Winnerod begangen.

Reiskirchen (ni). Blauer Himmel sowie weiße Wolken: Ideale Witterung, um im Freien auf dem Hof der evangelischen Kirchengemeinde Veitsberg/Saasen die 20. Gründungswiederkehr des Posaunenchores Winnerod zu begehen. Die Feierlichkeiten begannen mit einem Jubiläumsgottesdienst, den Pfarrerin Ursula Wendt gestaltete und der von den Bläserinnen und Bläsern musikalisch begleitet wurde. Bei einem Konzert in den Nachmittagsstunden brachten diese unter der Leitung von Klaus Peter Schneider (Münster) ihr breitgefächertes Repertoire von »Großer Gott« zu « Glory Land« dem beifallsfreudigen Publikum zu Gehör. Stefanie Freyman (Wölfersheim), 2. Vorsitzende des Posaunenwerkes der Evangelischen Kirche Hessen Nassau, führte durch das dreistündige Programm und nahm Ehrungen vor. Peter Stark, Norbert Jilg und den krankheitsbedingt verhinderten Marco Aff würdigte sie für je 20-jähriges aktives Musizieren mit silbernen Ehrennadeln und Urkunden. Klaus Peter Schneider, er wirkt seit 40 Jahren in verschiedensten Musikgruppen und Posaunenchören als Bläser und Ausbilder, wurde mit der goldenen Nadel und ebenfalls einer Urkunde vom Posaunenwerk beschenkt. Worte des Dankes gingen auch an Regine Döring und Joachim Kraus, die für die Öffentlichkeitsarbeit in Verantwortung stehen. Ortsvorsteher Manfred Schmitt hob die Bedeutung der Aktiven im Vereins- und Dorfleben hervor und übergab seitens des Ortsbeirates eine finanzielle Zuwendung für das Instrumenteninventar. Dass die Dorfgemeinschaft funktioniert, bewiesen Anwohner, die spontan für mehr Sitzgelegenheiten sorgten und der Sportverein, der das Getränkeangebot ergänzte. Jörg Bremer gratulierte im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Bersrod, Roland Klös sprach für den Sportverein und die Seniorengemeinschaft, deren Mitglieder für ein reichhaltiges Kuchenbüfett sorgten. Wie Joachim Kraus aus der Historie berichtete, wurde der Posaunenchor bereits vor 101 Jahren unter dem Namen Posaunenchor Bersrod gegründet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Musizieren eingestellt, bis 1970 Helmut Otte aus Bersrod den Chor als Posaunenchor Winnerod-Bersrod wiedererweckte. Altersbedingt musste er 1993 die Leitung des Chores aufgeben, womit mangels Nachfolger dieser seine Tätigkeiten einstellte. Nachdem das Pfarrerehepaar Stöppler die Pfarrstellen der verbundenen Gemeinden Winnerod, Bersrod und Veitsberg-Saasen übernommen hatte, erfuhr Dekan im Ruhestand Wolfgang Drommeshauser, der Vater von Pfarrerin Anke Stöppler, von dem ruhenden Posaunenchor und suchte nach Interessierten, um den Chor wieder aufleben zu lassen.

2002 war eine Anfangsgruppe gefunden und Ostern konnte ein erster Auftritt in der Kirche als Posaunenchor Winnerod stattfinden. Leider konnte man mit Wolfgang Drommeshauser nur das zehnjährige Bestehen feiern, im selben Jahr verstarb er unerwartet. Im Chor musste man sich neu orientieren, nach kurzer Suche gelang es mit Hilfe des Dekanates und des Posaunenwerks, einen jungen engagierten Chorleiter, Florian Walther aus Grebenau, zu finden. Als dieser sein Studium begann und zeitlich eingeschränkt wurde, konnte Klaus Peter Schneider für die Chorleitung engagiert werden. Der aktuelle Chor kann 16 Aktive und 15 passive Mitglieder vorweisen.

Auch interessant