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Begegnungskonzept wird umgesetzt

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Mit schwerem Gerät wird die Hoffläche abgetragen. Ein Großteil wird neu gepflastert. © Launsbach

Der Pfarrhof in Ettingshausen ist in die Jahre gekommen. Mit viel Eigenleistung und Fördermitteln wird nun vor und im Gemeindehaus in naher Zukunft Modernisierungsarbeit geleistet.

Reiskirchen (whs). Rissiger Asphalt, Fundamentreste des alten Gemeindebüros - der Pfarrhof in Ettingshausen ist in die Jahre gekommen. Das soll sich jedoch jetzt ändern. Seit dem 9. März ist schweres Baugerät angerückt, um die Hoffläche umfangreich zu erneuern.

Ein Großteil der Fläche wird statt eines Asphaltbelages neu gepflastert, Teilflächen werden mit Rasengittersteinen versehen. Möglich ist das alles durch Fördermittel aus dem europäischen Regionalentwicklungsprogramms »Leader«, das Pfarrer Christian Stiller zusammen mit Doris Wirkner, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung und Bildung des evangelischen Dekanats Gießener Land, erfolgreich einwerben konnte.

Zusammen hat die Gemeinde mit weiteren Partnern und Initiativgruppen, die künftig die Hoffläche beziehungsweise das Gemeindehaus für eigene Veranstaltungen mitnutzen möchten, das Begegnungskonzept »Zwischen-Raum« konzipiert - ein im Dorf zentral gelegener Raum, der künftig für Begegnung, Austausch, kulturelle Veranstaltungen und gemeinsames Leben genutzt werden kann.

Neben dem Seniorenkreis und den Landfrauen möchten dies auch der Verein »Kunst - Mensch - Kirche«, die musikalische Früherziehung, der Textilkreis sowie der Literatur- und Theaterverein und die heimatgeschichtliche Vereinigung Reiskirchen nutzen.

Im Rahmen von zwei Informationsabenden sind im vergangenen Jahr alle Partner an der Projektplanung beteiligt gewesen. Im Zusammenhang der umfangreichen Hoferneuerung wird auch das alte Hoftor saniert - dank der großzügigen Unterstützung durch die Ettingshäuser Firma Bau- Antik Blei, die es der Kirchengemeinde ermöglicht, in finanzieller Eigenleistung die alten Torgitterwieder aufarbeiten zu lassen. Denn im Rahmen der umfangreichen Sparmaßnahmen der Landeskirche erhalten die Gemeinden für solche Maßnahmen mittlerweile keine Unterstützung von übergeordneten Stellen.

Glücklich zeigte sich Pfarrer Christian Stiller, dass bei der Bergung eines defekten Torpfostens sowie der alten Futtertröge aus Basaltstein die Ettingshäuser Familie Harald und Marco Horn ehrenamtlich tätig wurde. Diese Arbeiten sind nicht Teil des Förderprojekts, sondern werden wiederum als Voraussetzung für die Förderung von der evangelischen Gemeinde in Ettingshausen getragen, wie auch die bereits im Sommer erfolgte Innenrenovierung des Gemeindehauses samt der Erneuerung der elektrischen Anlagen.

Neuer Boden wird verlegt

In den Innenräumen des Gemeindehauses soll in den kommenden Wochen auch ein neuer Boden verlegt werden, freut sich Reiner Schneider, Vorsitzender des Ettingshäuser Kirchenvorstands. Ein Beschluss dazu wurde im Februar gefasst. Der Boden soll laut Schneider in Eigenleistung verlegt werden. Ebenfalls in finanzieller Eigenleistung wird die Außenfassade des Gemeindehauses erneuert. Dazu wurde laut Pfarrer Stiller bereits ein Auftrag vergeben.

Wenn alles nach Plan verläuft, dann soll das Gemeindehaus auch ein neues Vordach bekommen, das einen Handlauf erhält, der bis zur untersten Stufe reicht. Hierzu wurde jetzt noch ein Förderantrag an den Verein »Region Gießener Land« gestellt.

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