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Beherzt zum Hohlspaten gegriffen

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Auf dieser Fläche werden die Bäume Zeit zum Wachsen bekommen. © Launspach

Die Mitglieder des Lions-Clubs Gießen-Burg Gleiberg haben Geld gespendet und jetzt im Revierteil Saasen die jungen Bäume auch gepflanzt.

Reiskirchen (whs). HessenForst veranstaltet eine hessenweite Baumpflanzaktion, um Kalamitätsflächen wieder aufforsten zu können.

Da es eine große Unterstützung zu dieser Aktion durch Vereine, Firmen und Bürgern gibt, werden an zwei Terminen im Revier Reiskirchen Aktionen durch den Forstamtsbezirk Wettenberg stattfinden.

Im Revierteil Saasen, unweit der Grenze zu Grünberg-Reinhardshain schritt der Lions-Club Gießen-Burg Gleiberg zur Tat. Jutta Kaiser, stellvertretende Präsidentin, sowie Koordinator und Organisator Peter Sauerwein standen an der Spitze der zupackenden Gruppe. Zum Tag des Baumes 2020 spendete der Club 500 Euro zum Aufforsten der Baumbestände, wollte es aber nicht nur bei einer Geldspende belassen, sondern auch beherzt helfen, neuen Wald zu schaffen. »Der Wald ist wichtig, im Holz liegt ein bedeutender Teil für den Klimaschutz«, so Sauerwein. Unterstützt und angeleitet durch Reiskirchens Revierförster Wiland Schröder und nach kurzweiliger Theorie durch Forstamtsleiter Ralf Jäckel, wurde zum Hohlspaten gegriffen und gepflanzt.

Alina Kartofil vom Forstamt Wettenberg organisierte die jungen Bäume, Eichen und Hainbuchen, die auf dem rund einen Hektar großen Waldstück angepflanzt werden sollen. Insgesamt passen etwa 10 000 Setzlinge auf diese Fläche und es sei möglich, innerhalb einer Stunde bis zu 30 Pflanzen in den Boden zu bringen.

Erfolgsversprechend

Nach Ausführungen Jäckels ist Hessen das Mutterland der Buche. Wenn es diesem Baum schlecht geht, sollte es einem zu denken geben, berichtete er. Im Revierteil Saasen gibt es Kalamitätsflächen unter anderem durch den Untergang des Fichtenbestandes. Die zukünftig gepflanzten Baumarten sollen sich besser an die Klimabedingungen anpassen können. Um nicht schon bei der Pflanzung Schäden an den feinen Wurzeln der Pflanzen zu riskieren, sollen diese mit einem Gemisch aus Akrisan, brauner Meeresalge, und Wasser benetzt werden. Dies macht sie widerstandsfähiger an der Luft, bis sie endlich den Platz im Erdloch bekommen, führte Schröder das weitere Vorgehen vor. Das Erdloch wird mittels Hohlspaten gestochen, was eine zeitaufwendigere Methode ist, dafür aber erfolgsversprechend für das Anwachsen; bei Nadelhölzern wird die Methode einer Klemmpflanzung gewählt,

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