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Bürgerbus fährt rein elektrisch

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Freuen sich über »ihren« Bürgerbus: Erster Beigeordneter Thomas Stumpf, Astrid Pucket, Adelheid Armstroff, Birgit Gans und Johannes Reuber von der REA, sowie Lea Wendling von der Reiskirchener Verwaltung. © privat

Die Gemeinde Reiskirchen kommt sie in den Genuss eines Bürgerbusses..

Reiskirchen (red). Drei Jahre lang hat der Kampf der Gemeinde Reiskirchen gedauert. Nun kommt sie in den Genuss eines Bürgerbusses. Und das sogar kostenfrei über die Landesstiftung Hessen im Rahmen des Programms »Land hat Zukunft - Heimat in Hessen«.

Nach einer intensiven Prüfung des Konzeptes durch das hessische Verkehrsministerium, gab es grünes Licht für das Elektromobil.

Das Projekt Bürgerbus Reiskirchen wird von ehrenamtlichen Personen aus Reiskirchen begleitet, die sich als Fahrer und Fahrerinnen zur Verfügung stellen. So soll die Mobilität innerhalb des Gemeindegebietes deutlich verbessert werden.

Bereits im Februar 2019 besuchten die Mitwirkenden der Reiskirchener Ehrenamtsagentur (REA) zusammen mit Bürgermeister Kromm die Gemeinde Biebertal und ließen sich das Konzept des dort eingesetzten Bürgerbusses vorstellen. Im Anschluss wurde ein Konzept durch Johannes Reuber von der REA für den Bürgerbus Reiskirchen unter Mithilfe der Verwaltung, dort besonders in Person von Gabriele Reichhold, erarbeitet.

In den folgenden Monaten waren immer wieder Gespräche mit der Leitung der Stiftung und dem Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe ZOV-Verkehr erforderlich, um sicher zu stellen, dass der Bürgerbus in Reiskirchen nicht in Konkurrenz zu den öffentlichen Verkehrsmitteln tritt.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Opel Vivaro mit reinem Elektrobetrieb. Bisher fehlt noch die Auflademöglichkeit, die im Grunde mitgeliefert werden sollte, jedoch noch nicht vor Ort ist. Dann kann auch die Ladestation am Gebäude der Gemeindeverwaltung angebracht werden. Für die Ehrenamtlichen erfolgt noch eine Extraeinladung, in der alle offenen Fragen beantwortet werden und auch eine kurze Schulung für einen Elektrobus. »Natürlich würden wir uns freuen, wenn sich auch die jüngere Reiskirchener Generation zur ehrenamtlichen Bürgerbusfahrt melden würde. Dazu erfolgt noch eine Extra-Info«, so Reuber.

Das Konzept sieht hauptsächlich den Transport von »Bürgern für Bürger« vor. Die Touren sollen von der jeweiligen Haustür bis zum Zielort und zurück durchgeführt werden. Insbesondere die Wege zum Einkaufen, zum Arzt- oder Apothekenbesuch oder auch zur Bank stehen im Vordergrund. Aber auch der Besuch des Bürgerbüros wird hier möglich werden. Es soll festgelegte Tage geben, zu denen der Bürgerbus betrieben wird. Doch auch im Sommer könnten Transporte zum Freibad Ettingshausen erfolgen. Auch ein Einsatz bei den Ferienspielen wäre denkbar. Zudem bietet sich die Möglichkeit, dass Reiskirchener Vereine den Elektro-Bus für bestimmte Anlässe »mieten«, um zum Beispiel Jugendliche der Feuerwehr oder des Musikvereins zu einer Veranstaltung zu bringen. Bürgermeister Kromm bestätigt, dass die Gemeinde dieses Projekt unterstützt. Nach dem Motto »ein Bus für viele, aber nicht für alles«, wird die Nutzung damit vielfältig werden.

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