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Der Bürgerbus für Reiskirchen ist da

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Erster Beigeordneter Dr. Thomas Stumpf, Astrid Pucket, Adelheid Armstroff, Birgit Gans, Johannes Reuber und Lea Wendling (v.l.) nehmen den neuen Bus in Empfang. © Gemeinde Reiskirchen

Reiskirchen (red). Die Beantragung des Bürgerbusses liegt bereits drei Jahre zurück: Im Februar 2019 hatten die Mitwirkenden der Reiskirchener Ehrenamtsagentur (REA) sich in Biebertal das dortige Konzept des Bürgerbusses angeschaut. Jetzt hatte die Wartezeit ein Ende. Die Gemeinde Reiskirchen kam nun in den Genuss eines Bürgerbusses, der im Rahmen der Offensive »Land hat Zukunft - Heimat Hessen« von der Landesstiftung Hessen kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Dies teilte Bürgermeister Dietmar Kromm nun mit. Das Bürgerbus-Projekt wird in Reiskirchen von Ehrenamtlichen begleitet, die sich als Fahrer oder Fahrerin zur Verfügung stellen.

Das Konzept des Bürgerbusses wurde zuvor von der REA unter Führung von Johannes Reuber gemeinsam mit der Reiskirchener Verwaltung im Detail abgestimmt und in einer Vielzahl von Validierungsrunden beim Land Hessen zur Genehmigung gebracht. Ein Bürgerbus soll insbesondere in dünn besiedelten, ländlichen oder kleinstädtischen Gebieten die dort lebenden Menschen im Alltag unterstützen. Denn dort ist es oft nicht einfach, den Supermarkt, die Arztpraxis oder den Sportverein mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Das wird vor allem für ältere oder mobil eingeschränkte Menschen ohne Auto zum Problem. Ein Bürgerbus kann als Ergänzung die Lücken im Nahverkehrsnetz somit schließen.

Die Ehrenamtlichen werden in den nächsten Wochen in das Fahrzeug eingewiesen, nehmen an einer Sicherheitsschulung teil und machen sich mit dem Opel Vivaro, der über einen reinen Elektroantrieb verfügt, vertraut. Parallel wird noch die »Wallbox« installiert, die im Zuge des aktuellen Verwaltungsumbaus realisiert werden wird. Die Touren sollen von der Haustür bis zum Zielort durchgeführt werden. Insbesondere die Wege zum Einkaufen, zum Arztbesuch oder zur Bank, aber auch der Besuch des Bürgerbüros sollen dadurch ermöglicht werden. Es soll festgelegte Tage geben, zu denen der Bürgerbus betrieben wird. Doch auch im Sommer könnten Transporte zum Freibad Ettingshausen stattfinden. Zudem bietet sich die Möglichkeit, dass Reiskirchener Vereine den elektrischen Bürgerbus »mieten« können. Der Bus wird von der Gemeinde Reiskirchen zugelassen und auch der Betrieb wird von der Gemeinde organisatorisch unterstützt.

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