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Flächeneigentümer sind aufgeschlossen

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Auch in Bersrod und Lindenstruth könnten Photovoltaik-Felder entstehen. Symbolfoto: Christian Charisius/dpa © Red

Reiskirchens Ausschussmitglieder bekamen eine Präsentation über mögliche Photovoltaikanlagen für Bersrod und Lindenstruth.

Reiskirchen (zye). Im ersten Bau-, Umwelt-, Verkehrs- und Infrastrukturausschuss (BUVI) des Jahres 2022 bekamen die Bürgervertreter eine Präsentation über mögliche Photovoltaikanlagen (PV) für Bersrod und Lindenstruth.

Projektleiter Robin Schade von der Firma »Energiequelle« war angereist, um dem Gremium Rede und Antwort zu stehen. Sein Unternehmen könne Planung, Entwicklung, Bau, Finanzierung und Betriebsführung von Projekten mit erneuerbaren Energien übernehmen, erläuterte er in seinem Vortrag.

Gewerbesteuern

Das erste mögliche Planungsgebiet für ein Photovoltaik-Feld umfasse knapp sieben Hektar Acker- und Grünfläche und solle sich östlich von Bersrod in der Nähe der Bahnlinie befinden.

In Lindenstruth sieht es ähnlich aus: Hier könne ein Photovoltaik-Feld östlich von Lindenstruth auf einer Acker- und Grünfläche (zehn Hektar) entstehen. Auch hier befindet sich wieder eine Bahnlinie im Umkreis.

»Diese Gebiete liegen innerhalb der ›Vorbehaltsgebiete-PV‹ des Regionalplans«, informierte Schade. Die Generatoren würden dabei in Bersrod ein Megawatt Peak von zirka neun erreichen, in Lindenstruth wären es fast zehn. Was hat also die Gemeinde für eine Energieerzeugung zu erwarten? Sowohl für Bersrod als auch für Lindenstruth gibt der Projektleiter einen spezifischen Jahresertrag von 1050 Kilowattstunden an, was im Falle Bersrods etwa 2570 Haushalten entspreche. In Lindenstruth wären es sogar fast 3000. Dabei könnten beide Ortsteile fast 4000 Tonnen CO2 einsparen.

Auch gut für die Gemeinde: Die Firma möchte die Kosten für die Erstellung des Bebauungsplans tragen, möglichst mit Partnern in der Region zusammenarbeiten, faire Pachtverträge mit Flächeneigentümern schließen und die Gemeinde erhält Gewerbesteuern. Außerdem profitiere sie auch vom Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Bis zu 0,2 Cent pro Kilowattstunde wären dann ohne Zweckbindung für die Gemeinde. Bei einem Projekt ohne EEG wäre aber auch eine Förderung durch die firmeneigene Stiftung möglich. Mit den Flächeneigentümern sollen die Planer schon gesprochen haben. »Die sind der Idee gegenüber, eine Photovoltaikanlage dort zu planen, grundsätzlich aufgeschlossen. »Es hat aber noch keiner irgendwas unterschrieben«, versicherte Schade.

Trotzdem gab es gerade bei der dieser Thematik Kritik aus dem Plenum, etwa von Gerhard Albach (Freie Wähler): »Es macht doch mehr Sinn die Gemeinde zuerst zu fragen. Denn, wenn die sich dagegen ausspricht, brauchen Sie doch den Anwohnern keine Versprechungen mehr zu machen.« Robin Schade verteidigte das Vorgehen, da ansonsten die Gremien einer Gemeinde eventuell unnötig beansprucht werden, wenn am Ende die Eigentümer sich gegen das Projekt aussprechen. »Irgendwo müssen wir eben auch zuerst anfragen.«

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