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Jugendfeuerwehr Lindenstruth besteht 50 Jahre

Erstellt:

Von: Waltraud Albach

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Aus den 70er Jahren stammt dieses Foto der Jugendfeuerwehr Lindenstruth. Foto: Albach © Albach

Mit einem Tag der offenen Tür wird die Jugendfeuerwehr Lindenstruth am Samstag ihr 50-jähriges Bestehen feiern.

Reiskirchen (war) Die Jugendfeuerwehr Lindenstruth ist am 30. März 1972 gegründet worden und besteht somit seit 50 Jahren. Dies wird am kommenden Samstag, 10. September, ab 13 Uhr mit einem Tag der offenen Tür und verschiedenen Attraktionen gefeiert.

Der erste Jugendfeuerwehrwart war Roland Müller, dem Ende 1972 Gerd Hillbricht und ab 1976 Winfried Schleichert folgten. Durch regelmäßiges Üben wurden bereits in den Anfangsjahren gute Platzierungen bei verschiedenen Wettkämpfen erzielt. Unter der Regie von Winfried Schleichert gelang es, eine Mädchengruppe zu gründen. Da Schleichert nach Alsfeld verzog, wurde die Jugendfeuerwehr von Gerhard Albach und Jürgen Hartmann übernommen.

Die Ausbildung wurde stetig verbessert, sodass man bei den Kreiswettkämpfen in Steinbach 1978 einen guten Platz erreichte, was zur Folge hatte, dass sieben weitere Jugendfeuerwehrmitglieder dazukamen.

Erfolgreich bei Wettkämpfen

Ab 1982 betreuten Roger Tobisch und Clemens Straßburg die Jugendfeuerwehr und gestalteten sogleich ein ereignisreiches Jahr 1983. Bei den Wettkämpfen in Kinzenbach wurde unter 28 Gruppen ein fünfter Platz belegt und bei den Wettkämpfen um den Wieseckwanderpokal kamen die Lindenstruther auf die Plätze vier und sechs. »Die Hauptaufgabe der Jugendfeuerwehrwarte liegt darin, die Jugendlichen an den aktiven Dienst heranzuführen«, betonte 1985 Jugendfeuerwehrwart Clemens Straßburg, wobei die Freizeitgestaltung natürlich nicht zu kurz kommen dürfe.

1986 wurde an mehreren Wettkämpfen teilgenommen, bei denen erneut gute Platzierungen erreicht wurden. Zu diesem Zeitpunkt leitete bereits Holger Kühn die Jugendfeuerwehr.

Seit 1987 bastelten die Jugendlichen in der Vorweihnachtszeit Gestecke, die den Bürgern zum Kauf angeboten wurden und 1989 führte die Jugendfeuerwehr wieder einen Pokalwettkampf durch. Michael Thelen, der ab 1990 die Jugendfeuerwehr betreute, blickte auf ein erfolgreiches Jahr mit vielen Wettkämpfen und Veranstaltungen zurück. Er wurde von Steffen Maurer und Achim Gassen unterstützt. 1991 war die Jugendfeuerwehr mit 44 Mitgliedern zahlenmäßig am stärksten.

Eine organisierte Nachtschlittenfahrt fand bei der Bevölkerung regen Zuspruch und 1992 wurden erstmals mit Unterstützung von Edwin Hahn und Josef Batarow Kartoffeln angepflanzt. Daraus wurde eine jährliche Aktion. 1992 fand aus Anlass des 20-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr ein Pokalwettkampf statt, bei dem der Wanderpokal der Großgemeinde Reiskirchen vergeben wurde.

Über 60 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung wurden 1994 unter Leitung des Jugendfeuerwehrwartes Arno Grün mit Unterstützung von Waltraud Albach geleistet.

Im Jubiläumsjahr 1997 zählte die Jugendfeuerwehr 32 Mitglieder. Zu den Aktivitäten gehörten die Organisation eines Flohmarkts, ein Kinderkino, die Kartoffel-Aktion, die Mitgestaltung des 1. Mai-Frühschoppens und eine Fahrt zum Feuerwehrmuseum in Fulda. Für das Jubiläum hatte Waltraud Albach viele Vorbereitungen getroffen.

So hatte sie insbesondere das Festbuch erstellt. 1999 nahmen die Jugendlichen erstmals an der Aktion »Saubere Umwelt« teil, bei der mit den Aktiven und Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins die Gemarkung Lindenstruth von Unrat gesäubert wurde.

Zusammenarbeit mit Saasen

Am 24. März 2001 wurde der neue Mannschaftstransportbus in Betrieb genommen, der auch von der Jugendfeuerwehr mitfinanziert worden ist. Durch den Eintritt jüngerer Kinder hatte sich der zwischenzeitlich zurückgegangene Mitgliederbestand wieder erheblich verbessert. Zum 35-jährigen Bestehen im Jahr 2007 gab es einen Tag der offenen Tür mit einer großen Fahrzeugschau, Vorführungen und feuerwehrtechnischen Demonstrationen.

Wegen zurückgehender Mitgliederzahlen wurden in den Jahren 2010 und 2011 die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr mit denen aus Saasen zusammengelegt, was sehr gut klappte. Ab 2012 konnte der Übungsbetrieb wieder selbständig bewältigt werden. Die Jugendfeuerwehrwarte Jan Philipp Thiel und Dylan Weißmann betreuten wieder eine komplette Gruppe. Die Erweiterung des Feuerwehrhauses im April 2011 hat dazu erheblich beigetragen und bietet nun auch im Winter oder bei schlechtem Wetter Möglichkeiten, die Jugendlichen zu beschäftigen. In Lindenstruth fand 2012 der Wieseckwanderpokal der Jugendfeuerwehren der Gesamtgemeinde Reiskirchen statt.

In den nächsten Jahren konnte regelmäßig, zuletzt auch mit der neu gegründeten Minifeuerwehr, Halloween in Lindenstruth organisiert werden und wurde fester Bestandteil der jährlichen Ortstermine. Unter der Leitung von Jonas Jung fand im April 2016 an der Wieseckhalle in Lindenstruth eine Großübung der Jugendfeuerwehren aus Reiskirchen, Lindenstruth, Saasen, Ettingshausen und Bersrod statt. Minis und Jugendfeuerwehr säuberten auch 2014 die Gemarkung von Lindenstruth, genauer Feld-, Rad- und Wanderwege und die Wieseck, von Unrat.

In den vergangenen zwei Jahren musste der Übungsbetrieb wegen der Corona-Pandemie eingeschränkt werden. Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten stand am vergangenen Samstag eine Kanufahrt auf der Lahn auf dem Programm.

Diese Lindenstruther engagierten sich seit der Gründung als Jugendfeuerwehrwart oder Stellvertreter: Roland Müller, Gerd Hillbricht, Ulrich Schepp, Winfried Schleichert, Jürgen Hartmann, Gerhard Albach, Benno Holes, Roger Tobisch, Clemens Straßburg, Klaus Grün, Holger Kühn, Markus Wiener, Jörg Kühn, Jörg Schneider, Michael Thelen, Steffen Maurer, Achim Gassen, Arno Grün, Peter Fink, Andreas Bräuning, Basti Gössl, Thomas Kolodziej, Dominique Döll, Björn Wiegel, Martin Müller, Johannes Gössl, Sepp Schenner, Markus Brück, Pavel Thomaschewski, Jan Philipp Thiel, Dylan Weißmann, Kevin Chladek, Jonas Jung und Andreas Kolodziej. Andreas Döring ist der aktuelle Jugendfeuerwehrwart. (war)

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Zum Jubiläum erhielten die Jugendlichen neue T-Shirts. Foto: Albach © Albach

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