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Kein Konzept zu angeregten Verschönerungen

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Von: Carolin Launspach

Reiskirchen (csl). In der fünften Sitzung des Seniorenbeirates Reiskirchen kam es beim Thema »Verschönerung der Achse Gemeindeverwaltung-Bürgerhaus-Enderspark-Bleichstraße-Festplatz-Hirtenhaus-Kirche« zu einer kontroversen Diskussion.

Diesen Punkt hatte der Seniorenbeirat schon mehrmals auf seiner Tagesordnung, es wurde angedacht, die genannten Bereiche hauptsächlich durch Pflanzung von Bäumen oder Anlegen von Blumenbeeten angenehmer zu gestalten. Eine Skizze durch den Vorsitzenden des Beirats, Jochen Gärtner, wurde der Gemeindeverwaltung übergeben. Bürgermeister Dietmar Kromm hatte es an den Gemeindevorstand weitergeleitet und dieser wiederum habe es zur Kenntnis genommen, so die Information des an der Sitzung anwesenden Kromm und weiter: Ein Konzept sei bisher nicht in Erarbeitung. Aus dem Gremium wurde angedacht, den zuständigen Ortsbeirat entsprechend zu informieren.

Enttäuschte Hoffnungen

»Die Kreativität der Bauabteilung lässt (hier) zu wünschen übrig«, so Gärtner, da offenbar die Hoffnung da war, dass die Bauabteilung der Gemeinde sich dem Thema annehme.

Kromm hielt dagegen, dass das Argument »es sieht nicht schön aus, da müssen wir was tun« zunächst der falsche Weg sei. Man müsse auch sehen, woher sich Gelder zur Verschönerung hernehmen ließen. Als Beispiel nannte Kromm im Vergleich kurz: »Kindergarten oder Dorferneuerung«. »Dass eine Straße nicht schön ist, kann man durchaus so empfinden«, fuhr Kromm fort, jedoch sei die Schwierigkeit, dass es ein Konzept und einer sauberen Planung, zum Beispiel eines Stadtplaners, bedarf.

Gärtner hielt dagegen, dass es in anderen Orten möglich sei, Plätze angenehmer zu gestalten, ohne dass beispielsweise ein Kindergarten zu kurz käme. Gerade da das Thema Pflanzung von Bäumen augenscheinlich ein Schwerpunkt in der Debatte zu sein schien, vertrat Kromm hierzu die Meinung, dass bei einer Planung durchaus das Pflanzen von Bäumen berücksichtigt werde.

Die Anwohner wollen teilweise jedoch keine Bäume, wie beispielsweise die Straße »Am Liehgen« in Reiskirchen gezeigt hat. In zukünftige Planungen der Neubaugebiete wird das Anpflanzen von Bäumen berücksichtigt. Bei grundhaften Sanierungen müsse man die Einwohner miteinbeziehen, schloss Kromm seine Ausführungen. Ein Ergebnis zu jenem Tagesordnungspunkt steht noch aus.

Wolfgang Martin informierte, dass eine Modellauswahl von Notfallbänken an die zuständige Stelle der Gemeindeverwaltung weitergeleitet wurde und über das Aufstellen erneuerter Sitzbänke durch die Seniorenwerkstatt.

Wilfried Jox berichtete über Informationsveranstaltung der Kläranlage Ober-Bessingen, welche er geplant und mit dem Seniorenbeirat durchgeführt hatte. Die Teilnehmer bewerteten den Ausflug als informativ, fachlich sehr anschaulich. Die bisherigen drei Reinigungsstufen werden zukünftig vermutlich durch eine vierte ergänzt, die auch Medikamente aus dem Abwasser filtern könne, so Kromm ergänzend. In der Causa Seniorenbeauftragter wurde nach kurzer Beratung über den Vorschlag abgestimmt, dass Roland Klös und Lothar Stark beauftragt werden, ihre Tätigkeit als Seniorenbeauftragte auszuformulieren. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Stark merkte an, dass Bänke, die in Saasen vom Bahnhof zum Friedhof hinauf stünden, schlecht bis gar nicht vom Fußweg aus erreichbar seien. Gerade Menschen mit Rollator sei das Ausruhen hier erschwert und bat in Richtung Gemeindeverwaltung um entsprechende Verbesserung der Situation. Gärtner informierte vorab über einen neuen Termin der Reparaturwerkstatt am 26. Januar um 16 Uhr.

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