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Keine Mehrheit für »Bürgerwald«

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Reiskirchen (zye). Dass Bürger Blühwiesen erschaffen, das ist mittlerweile zu einem vertrauten Bild geworden. Doch könnten die Reiskirchener nicht ein Stück Wald pflanzen? Laut einem SPD-Antrag soll dies auf einem Grundstück geschehen, das die Gemeinde für mindestens 50 gespendete Bäume zur Verfügung stellt. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde der Antrag knapp abgelehnt.

Die Bäume könnten für besondere Anlässe gespendet werden. Auch ausgewiesene Waldflächen sollten in Betracht kommen, finden die Sozialdemokraten. Die Gemeinde soll laut Antrag unter Einbeziehung der Ortsbeiräte eine Fläche für einen Bürgerwald vorschlagen. Diese Möglichkeit solle in das »Aktionsprogramm Reiskirchener Wald« einfließen. In Zusammenarbeit von Verwaltung mit Garten- und Landschaftsbau-Betrieben und/oder dem zuständigen Forstamt soll eine Liste mit den ökologisch sinnvollsten Baumarten erstellt werden. Dies ist für die SPD wichtig denn es entsteht so auch Lebensraum für Tiere. Generell müsse man den vergangenen trockenen Sommern »etwas entgegensetzen«, meinte Fraktionsvorsitzende Anja Stark bei der Antragsbegründung. Der Arbeitskreis (AK) »Wald und Feldwege« solle ein Konzept auf die Beine stellen, damit es anschließend in der Gemeindevertretung diskutiert werden kann.

CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Süße forderte die SPD auf, den Antrag im Geschäftsgang zu lassen, bis sich der Arbeitskreis am 30. März konstituiert hat. In Ettingshausen sei bereits mit Revierförster Wieland Schröder eine Fläche ausgewählt worden, die am 26. März bepflanzt werden soll.

FW-Fraktionsvorsitzender Gerhard Albach sah es ähnlich: »Der Antrag ist ja in Ordnung, aber er passt eben nicht in die aktuelle Sitzungsrunde, sondern in den Arbeitskreis.« Am Ende wurde der Antrag bei drei Ja- und vier Nein-Stimmen abgelehnt.

Der Ausschuss beschloss hingegen die gemeinsame Resolution zur Schließung des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Lich (der Anzeiger berichtete). Dies galt auch für den Prüfantrag der CDU zur Teilnahme am »Kompass«-Programm des Innenministeriums. Dabei geht es um ein verbessertes Sicherheitsgefühl in der Gemeinde, vor allem im Kernort.

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