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Nur der Weihnachtsbaum erstrahlt

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Von: Sonja Schwaeppe

Reiskirchen (son). Im Reiskirchener Bau- und Infrstruktuausschuss ging es unter anderem um erneuerbare Energien. So wurde dem Antrag der Freien Wähler (FW) ein positives Abstimmungsergebnis zuteil. In dem Sammelantrag hatten die Freien Wähler acht Berichts- und Prüfanträge aufgeführt, die sich auch mit erneuerbaren Energien in der Gemeinde beschäftigten.

»Wir möchten die Bevölkerung umfassend über die aktuellen gesetzlichen Vorschriften informieren und auch Rechtssicherheit in verschiedenen Bereichen haben«, sagte Gerhard Albach »Wir erachten das als wichtige Gestaltungsgrundlage für künftige Entscheidungen«. So möchten die FW beispielsweise prüfen lassen, ob Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung bei anstehenden und zukünftigen Bebauungsplänen vorgeschrieben werden können, ob es Zuschussmöglichkeiten für Balkonphotovoltaikanlagen gibt und ob in Festsetzungen von Bebauungsplänen übermäßige Versiegelungen durch Schottergärten verhindert werden können. Am Abend zuvor hatte Reinhard Strack-Schmalor (SPD) bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, den Antrag als »wildes Sammelsurium« von Punkten bezeichnet, die teils schon beantwortet seien. Letztlich stimmte aber auch dort eine Mehrheit dem Antrag zu.

Einstimmigkeit herrschte auch bei den Beschlüssen zur Entwidmung der Feldwege im Bereich des Neubaugebietes »Die Beune/Sandweg« in der Gemarkung Burkhardsfelden und bei der Veränderungssperre für die Ortslage Winnerod. In Winnerod hatte eine Privateigentümerin Widerspruch gegen den Bebauungsplan (B-Plan) im Bereich des Golfparkgeländes eingelegt und darüber hinaus ein Klageverfahren gegen den Landkreis Gießen angestrengt. Vom Hessischen Städte- und Gemeindebund sei daher angeregt worden, für den räumlichen Geltungsbereich des B-Planes eine Veränderungssperre zu beschließen, um die Ziele der Planung nicht zu gefährden. Die Ausschussmitglieder empfahlen ebenfalls einstimmig die Reduzierung der Straßenbeleuchtung. »Jedes eingesparte Kilowatt hilft«, sagte Bürgermeister Kromm dazu.

»Die Abschaltungen sind auch ein Zeichen an die Bürgerinnen und Bürger, dass wir als Gemeinde etwas tun und aufzeigen, wie wichtig es ist, Energie zu sparen.« Auch auf eine Weihnachtsbeleuchtung werde in diesem Jahr verzichtet. Nur der Weihnachtsbaum bleibt.

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