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Orgel- und Chorkonzert ein gelungenes Dankeschön

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Von: Carolin Launspach

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Der Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Schulze bot den Zuhörern eine kleine Besinnung auf Musik, Sprache und Gott. Foto: Launspach © Launspach

Für alle Unterstützer und Liebhaber der neu restaurierten Orgel war das Konzert gedacht. Und sie kamen auf ihre Kosten.

Reiskirchen (csl). Die evangelische Kirchengemeinde Reiskirchen lud zu einem Orgel- und Chorkonzert, welches ein Dankeschön für alle Unterstützer und Liebhaber der neu restaurierten Orgel sein sollte.

Aus Spenden konnten 7500 Euro eingenommen werden, zusätzlich wurden Fördergelder bewilligt. Nichtsdestotrotz muss die Kirchengemeinde noch etwa 30 000 Euro aus Eigenmitteln aufbringen, um den Betrag letztlich zu bezahlen.

Orgel erstrahlt in altem Glanz

Pfarrer Bert Schaaf freute sich über ein sehr gut besuchtes Konzert und resümierte, dass die Orgel mit ihrer Musik wieder in altem Glanz erstrahle. Matthias Schulze, Organist und musikalische Leitung des Abends, bot dem Zuhörer mit dem Kirchenchor Reiskirchen und der gesanglichen Unterstützung aus Oppenrod und Lützellinden eine kleine Zuflucht der Besinnung auf Musik, Sprache und Gott.

Martina Kuehnle-Damm, erste Vorsitzende des Kirchenchors, führte durch das Programm.

Eingangs sang der Chor Audrey Snyders »Ubi caritas et amor deus ibi est« - Wo Fürsorge und Liebe sind, da ist auch Gott. Mit den dargebotenen Musikstücken unterstrich Schulze den klanglichen Umfang, den die restaurierte Orgel annehmen kann.

Unterstützung fand er auch in der Flötistin Lisa Schäfer-Gans, die mit ihm gemeinsam beispielsweise John Stanleys »Voluntary« in e-Moll zum Besten gab. Mit der Kantate »Gemeinschaft feiern« zeigten Musiker und Sänger ein locker und leicht dargebotenes Werk von David Plüss und Johannes Jourdan. Die Themen Trost, Geborgenheit, Gnade und Freude werden dem Zuhörer sprachlich hingereicht.

An der Textstelle »Nimm unsere Trauer« erhellte sich augenblicklich das Kirchenschiff, welches zu manch irritierten Blicken der Anwesenden führte. Ob man nun interpretierte, dass Gott das Licht einschaltete, um dem Zuhörer Geborgenheit zu vermitteln, oder lediglich die Abendsonne in einem günstigen Winkel in die Kirche hineinschien, um das untergehende Abendlicht abzugeben, wird jeder der Anwesenden für sich beantwortet haben. Denn im Text heißt es weiter »Trauer ist nur auf Zeit, du schenkst Geborgenheit…in Ewigkeit«.

Schulze schloss das umfangreiche Konzert mit einem Präludium in F-Dur aus dem wohltemperierten Klavier von Johann-Sebastian Bach in einer Bearbeitung von Goddard.

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