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Rege Diskussion um Ortsschildversetzung

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Die Mitglieder des Seniorenbeirats Reiskirchen mit dem Vorsitzenden Jochen Gärtner (2. v. r.). © Launspach

Reiskirchen (csl). Der Vorsitzende des Seniorenbeirates Reiskirchen, Jochen Gärtner, führte durch die erste Sitzung des neu gewählten Beirates. Hierbei merkte er an, dass aus allen Ortsteilen die entsprechende Anzahl an Vertretern gewonnen werden konnte. Allerdings fehle es oftmals noch an Stellvertretern.

Wolfgang Martin berichtete über die Arbeit der Seniorenwerkstatt. Im vergangenen Jahr konnte vieles aufgearbeitet werden, beispielsweise die Kinderspielplätze in Bersrod und Hattenrod. Des Weiteren wird ein Nachfolger Martins gesucht, er selbst möchte etwas kürzertreten, würde aber auch zukünftig die Seniorenwerkstatt unterstützen. Wer gerne handwerklich und in Gesellschaft tätig sein möchte, wendet sich an Martin selbst oder den Seniorenbeirat. Das Reparatur-Café konnte im vergangenen Jahr nur zwei Mal seine Pforten öffnen. Ab Sommer soll wieder gestartet werden.

Eines vieler Anliegen in dieser Sitzung war die Ortsschildversetzung von Lindenstruth Richtung Reiskirchen kommend im Bereich der Sporthalle. Das Schild soll vor die Einmündung zur Halle gesetzt werden, damit das Tempo früher auf 50 Stundenkilometer reduziert wird. Bürgermeister Dietmar Kromm merkte an, dass das Schild vor einigen Jahren an die jetzige Stelle versetzt werden musste, da eine Ortschaft laut Vorschrift erst bei der Wohnbebauung beginnt. Einwendungen, stattdessen eine Verkehrsinsel oder eine Fahrbahnverengung im entsprechenden Bereich zu bewirken, musste Kromm ebenfalls negativ beantworten. Hessen Mobil erlaubt dieses Vorhaben nicht. Er führte weiter aus, dass es einen Erlass einer Anordnung gebe, Tempo 70 auf Strecken mit weniger als einen Kilometer Länge beantragen zu können. Diesem Erlass ist die Gemeindeverwaltung 2017 bei einer Hauptverkehrsschau nachgekommen und hat für die Strecke Reiskirchen-Lindenstruth entsprechend Antrag gestellt. Dies unter anderem auch vor dem Hintergrund gefährlicher Überholmanöver. Auch dies hatte Hessen Mobil abgelehnt.

Weitere Problematiken gibt es zum Thema Parken. Hier wurde auf die Parksituation mit entsprechender Behinderung des fließenden Verkehrs in der Rathausstraße in Ettingshausen hingewiesen. Einem beantragten Parkverbot erteilte Hessen Mobil eine Absage.

Der Seniorenbeirat zeigt sich rege hinsichtlich Veranstaltungen für jung gebliebene Senioren und solche, die es werden wollen. In der nächsten Sitzung wird es einen Vortrag zum Thema »Sport zum Jungbleiben, älter wird man von alleine« geben. Der Vorsitzende eines Reiskirchener Sportvereins referiert hierzu. Im Plenum wurde auch ein Bewegungsparcours vorgeschlagen.

Neun Ehrenamtliche als Bürgerbus-Fahrer

Eine neue Errungenschaft der Gemeinde ist der Bürgerbus, der durch Johannes Reuber und Adelheid Armstroff betreut wird. Das Konzept befindet sich noch in der Entwicklung. Aktuell gibt es neun Ehrenamtliche, die sich als Fahrer zur Verfügung stellen.

Ursula Henke aus Saasen hatte in der Ortsbeiratssitzung einen Antrag für »ein Artenschutzhaus für Höhlenkoloniebrüter und eventuell zusätzliches Storchenplateau« gestellt. Der Ortsbeirat Saasen habe dem Vorhaben bereits zugestimmt. Zudem würden sich Saasener Vereine um die Betreuung des Ganzen kümmern. Das Regierungspräsidium Gießen begrüßte den Antrag im Vorfeld ebenfalls und sagte entsprechende Unterstützung zu.

Jochen Gärtner fasste nach Wortmeldungen aus dem Plenum zusammen, dass der Seniorenbeirat den Antrag des Ortsbeirates Saasen befürwortet und hofft auf baldige Entscheidung diesbezüglich. Auch die Seniorenwerkstatt würde zur Verwirklichung des Artenschutzhauses und des Storchenplateaus beitragen, so Wolfgang Martin.

Die nächste Sitzung des Seniorenbeirates findet am 30. Juni statt.

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