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Viel Wissenswertes über Tiere und Pflanzen gelernt

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Wald-Pädagogin Rita Kotschenreuther hatte die volle Aufmerksamkeit. Foto: privat © privat

Das Waldprojekt an der Kirschbergschule Reiskirchen in Zusammenarbeit mit dem Forstamt ist erfolgreich gestartet. Zum Auftakt lockten drei spannende Tage.

Reiskirchen (red). Erste Pläne für ein mehrjähriges Waldprojekt an der Kirschbergschule schmiedeten Schulleitung, Lehrerkollegium sowie Vertreter des Forstamtes Wettenberg bereits im März vergangenen Jahres.

Anfang 2022 nahmen Jugendpfleger Sebastian Stumpf und Johannes Reuber von der Reiskirchener Ehrenamts-Agentur die Gespräche mit der Schule und Ganztag der Kirschbergschule wieder auf und man arbeitete drei Veranstaltungen aus.

Zum ersten Termin kamen der Förster Wieland Schröder und Alina Kratofil vom Forstamt Wettenberg und gestalteten die erste Projektstunde im Nonn mit einem Begrüßungsspiel. Danach lernten die 20 Kinder etwas über den Mäusebussard, Specht, Fledermaus, Fuchs und Wildschwein (wo leben sie, oder wie vermehren sie sich). Auch den begleitenden Ganztagsbetreuerinnen hat der erste Tag im Wald gefallen.

Zum zweiten Wald-Tag kam die Wald-Pädagogin Rita Kotschenreuther zusammen mit Katharina Betz vom Forstamt in Wettenberg.

Die Kinder durften erzählen, was man alles im Wald nicht darf und erhielten Anregungen, wie man beispielsweise Müll vermeidet. Schon bei der ersten Bank im Nonn erklärte Kotschenreuther die Merkmale des dort stehenden Baumes, einer Robinie. Es wachsen auch Holundersträucher in der Nähe. Die Pädagogin hatte aus den Blüten der Holundersträucher einen Sirup hergestellt und ließ alle Kinder mal vom Sirup, verdünnt mit Wasser, probieren. Weiter im Wald durften die Kinder zunächst eine Eiche umarmen und deren Rinde beschreiben und später zum Vergleich eine Buche. Danach schlugen die Kinder, jeweils mit zwei Stöcken, einen Rhythmus, den die Pädagogin vorgab. Im Anschluss daran sollte jedes Kind die Augen schließen und später erzählen, welche Geräusche es gehört hat. Auch dieser Tag war für alle ein tolles Erlebnis.

Den dritten Projekttag gestalteten Stumpf und Reuber. Er begann mit einem etwas anderen Kennenlernspiel auf dem Schulhof. Dann ging es gemeinsam in das Musikzimmer der Schule.

An diesem Tag sollten zwei Tiere gebastelt werden, die die Kinder zuvor schon kennengelernt hatten - ein Fuchs und eine Fledermaus. Alle waren mit vollem Eifer dabei und konnten zu Hause stolz ihr Kunstwerk präsentieren.

Nach den Sommerferien soll ausgearbeitet werden, wie das Waldprojekt weitergeführt werden kann - bis hin zur Pflanzung von Setzlingen durch die Kinder.

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