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Widerstand gegen B49-Neubau

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Reiskirchen (red). In und um Reiskirchen formiert sich neuer Widerstand gegen den Ausbau der Bundesstraße 49 im Gemeindegebiet Reiskirchen. Der Straßenbau wäre das größte Straßenneubauprojekt im Kreis Gießen und würde mehrere Wohngebiete, Einrichtungen, landwirtschaftliche Höfe und Naturgebiete gefährden, heißt es in einer Pressemitteilung der Projektwerkstatt Saasen.

Alternativen

Kritikerwollen für den 20. November zu einem Sonntagsspaziergang entlang der B49-Trasse einladen, um auf die schweren Auswirkungen der Baumaßnahme hinzuweisen. Ihrer Meinung nach ist ein derart großer Straßenausbau nicht zeitgemäß, sondern hätte fatale Auswirkungen für viele Menschen, die Umwelt und das Klima. Zudem würde jeder neue Straßenbau das Fahren mit Pkw und Lkw gegenüber Bahn, Bus und Fahrrad attraktiver machen und so den Autoverkehr weiter vergrößern. Richtiger sei, die vorgesehenen Steuermillionen in bessere Fuß-, Rad- und ÖPNV-Verbindungen zu investieren heißt es weiter. Daher sollen bei dem Sonntagsspaziergang auch Alternativen wie der Ausbau der Vogelsbergbahn mit Haltestelle in Lindenstruth, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und bessere Radverbindungen erläutert werden.

Treffpunkt ist um 14 Uhr das Feuerwehrgebäude in der Freiherr-vom-Stein-Straße in Reiskirchen. Vor dort geht es zum Ausblick auf die geplante Kreuzung an der A5 und dann durch die Landschaft bis zum Sonnenhof in Lindenstruth. Die Wegstrecke beträgt rund 4,9 Kilometer. Der direkte Rückweg wäre zu Fuß weitere 2,3 Kilometer lang. Informationen aus erster Hand wird es vor Ort zu Artenschutzfragen vom Kreisbeauftragten für Vogelschutz geben sowie von Anwohnern, Einrichtungen und Höfen.

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