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Alte Schulgebäude neuer Nutzung zuführen

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Die alte Schule in Mainzlar. Foto: Wisker © Wisker

Die Staufenberger Grünen plädieren für barrierefreien und bezahlbaren Wohnraum, wenn es um die weitere Nutzung der alten Schulgebäude geht.

Staufenberg (red). Was wird aus den »alten« Schulen? Ideen und konkrete Vorstellungen der hat nun die Grün Alternative Liste (GAL) Staufenberg geäußert.

Die neue Grundschule Staufenberg steht, der Innenausbau ist in vollem Gange, sie soll im Sommer 2023 bezugsfertig sein. Die Kreisgremien bringen die Auflösung der drei bestehenden Schulstandorte auf den Weg. »Wann, wenn nicht jetzt, stellt sich die Frage, wie die Stadt Staufenberg diese drei Gebäude sinnvoll nachnutzen will«, schreibt Trade Hamann in einer Pressemitteilung.

Grundsätzlich sollte die Stadt Staufenberg keines der Objekte veräußern. Insbesondere in diesen Zeiten behalte man sein »Tafelsilber« besser, zumal es sich um interessante Objekte in guter Lage, teils mit Ortsbild prägendem Charakter oder unter Denkmalschutz stehend, sowie mit guter Verkehrsanbindung handele. Die GAL bringt hier das Erbbaurecht ins Spiel, mit den bekannten Vorteilen für beide Seiten. Die Kirchen hätten so über Jahrhunderte ihren Immobilienbestand bewahrt. Als mögliche Interessenten habe die GAL Baugenossenschaften im Blick ebenso wie stärker gemeinwohlorientierte Verbände, aber auch private Gruppierungen, die alternative Wohnformen, wie generationenübergreifendes Wohnen, anstrebten.

Es sei kein Geheimnis, dass es in allen Kommunen insbesondere an kleineren, barrierefreien Wohnungen und an bezahlbarem beziehungsweise sozialem Wohnraum fehle. Ungeachtet der vertraglich zwischen Landkreis und Stadt Staufenberg festgelegten Quote von 25 Prozent sozialem Wohnungsbau für die Nachnutzung der Grundschule Daubringen, befürwortet die GAL dies auch für die übrigen Grundschulen, ergänzt durch barrierefreie Wohnungen sowie solche für Menschen mit Handicap. Ökologische Aspekte spielten bei den Vorstellungen der GAL naturgemäß eine zentrale Rolle. Grundsätzlich gelte unter Würdigung der sogenannten »grauen Energie«, dass Bauen im Bestand Vorrang habe. Zudem werde so in Staufenberg der ortsbildprägende Charakter erhalten. In Daubringen und Mainzlar könne eine sensible (Teil-)Aufstockung zusätzlichen Wohnraum durch Innenverdichtung schaffen.

Dies biete die Möglichkeit, die Schulhöfe zu entsiegeln und unter Einbeziehung des alten Baumbestandes einen lebenswerten grünen Außenbereich zu gestalten, einen generationenübergreifenden Treffpunkt und Platz zum Spielen für Kinder.

Für die durchaus sinnvollen Auflagen, die in der Stadt Staufenberg durch ihre Parkraumsatzung gegeben sind, die aber in der Regel zur Versiegelung größerer Flächen führen, habe die GAL individuelle und kreative Lösungen parat.

Dass alle technisch möglichen und sinnvollen Maßnahmen zur energetischen Ertüchtigung genutzt werden sollten, verstehe sich von selbst.

»Die GAL ist zuversichtlich, dass es möglich sein wird, über entsprechende objektbezogene Bebauungspläne sowie flankierende städtebauliche Verträge mit den zukünftigen Bauherren optimale Lösungen zu finden.«

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