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Begegnungsstätte forcieren

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In der früheren Genossenschaftshalle könnte eine Begegnungsstätte entstehen. Archivfoto: Wisker © Debra Wisker

Halle und Begegnungsstätte in Treis: Die Kommunalpolitiker denken über neue Wege nach.

Staufenberg (dge). Hatte man im vergangenen Jahr noch über den Neubau oder eine Sanierung der Treiser Sport- und Kulturhalle nachgedacht, so sind alle Pläne erst einmal zwar nicht vom Tisch, aber dennoch in einige Ferne gerückt.

Die Ergebnisse der für dieses Vorhaben eigens gebildeten Arbeitsgruppe hatte Reiner Mehler (SPD), der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses (HFA), schon in diesem Gremium vorgestellt. Nun wurden auch die Stadtverordneten informiert. Rund 1,8 Millionen Euro für eine Sanierung, geschätzte 5,1 Millionen Euro für den Neubau einer Dreifelder-Halle - auch wenn man mögliche Fördermittel einrechnet, kann die Stadt Staufenberg keines der Vorhaben in der geplanten Form stemmen.

Die Folgen des Angriffskriegs in der Ukraine, steigende Baukosten und Zinsen, Kürzungen von Fördermitteln, der Anteil, etwa 1,1 Millionen Euro, der Stadt Staufenberg an der Sanierung der Sporthalle der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) - all das sind keine erfreulichen Nachrichten. Und sie wirken sich eben auch auf das Vorhaben Treiser Halle hin. Trotzdem war den Mitgliedern der Arbeitsgruppe klar, dass im Stadtteil Treis eine Begegnungsstätte dringend gebraucht wird. Die war eigentlich auch Teil des Plans.

Vorschläge

Trotzdem wollen die Mitglieder der Arbeitsgruppe den Kopf nicht in den Sand stecken. Ihre Vorschläge: Die Stadt Staufenberg soll versuchen, den Vereinssport, der eine größere Halle benötigt, in der Sporthalle der CBES unterzubringen. Für die Sport- und Kulturhalle hält man auch eine kleinere Version für machbar. Dies eventuell in schnell umsetzbarer Holzbauweise. »Damit die neue Halle in eingeschossiger Bauweise und ohne Begegnungsstätten-Räume errichtet werden kann, ist die Schaffung einer Begegnungsstätte separat und vordringlich anzugehen«, meint die Arbeitsgruppe. Daher sollten die schon laufenden Bemühungen um einen Dorfladen beziehungsweise Dorfcafé »unter Einbeziehung der zu schaffenden Begegnungsstätte und die dafür notwendige Einwerbung von Fördermitteln« nun forciert werden.

Außerdem solle die Verwaltung so schnell als möglich ein Sportstätten-Entwicklungskonzept auf den Weg bringen, »damit wir so höhere Förderbeiträge für den angestrebten Neubau der Halle in Treis generieren können«. Ein solches Konzept ist Voraussetzung, um in den Genuss einer Förderung zu kommen. Als Standort für Dorfladen und Begegnungsstätte hatte man im Vorfeld die ehemalige Genossenschaftshalle im Blick.

Die Crux: Hier hat zur Zeit ein heimisches Unternehmen seine Büroräume. Indes hat der Firmeninhaber aber Interesse für einen Umzug ins geplante Gewerbegebiet »Didierstraße« angemeldet. Nachdem es hier zahlreiche naturschutzrechtliche Bedenken gegeben hatte, wird dieses Gebiet nun in abgespeckter Version geplant (der Anzeiger berichtete). Eine Voraussetzung für die Etablierung einer Begegnungsstätte in Treis hängt somit mit der Umsetzung des Gewerbegebiets zusammen.

Hatte es um das Gewerbegebiet heftige Diskussionen gegeben, waren sich die Stadtverordneten in diesem Fall bei der Abstimmung einig, den Vorschlägen der Arbeitsgruppe zu folgen. Sobald es neue Entwicklungen gibt, sollen wiederum die politischen Gremien informiert werden, um dann über das weitere Vorgehen zu beraten.

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