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»Bergfest meets Sternstunde« in Treis

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Ein großes Familienfest mit etwas anderem Gottesdienst erwartet die Besucher am Samstag, 28. Mai, an der Treiser Grillhütte.

Staufenberg (dge). »Wir haben schon mal den Sonnenuntergang von dort, wo der Altar stehen wird, bewundert«, Philipp Michel und Pfarrer Andreas Lenz sind mitten in den Vorbereitungen. Denn am kommenden Samstag, 28. Mai, heißt es: »Bergfest meets Sternstunde«.

Ein Familienfest für alle, darin eingebettet der etwas andere Gottesdienst, die »Sternstunde«, erwartet die Gäste ab 11 Uhr beim »Ersten Treiser Bergfest« an der Grillhütte. Genau wie Philipp Michel erinnern sich bestimmt noch einige an die legendären Feste des »7000 Rinder Clubs«. Etwas ähnliches schwebte den Veranstaltern, »Doku Dienstag«, vor. Doku Dienstag? Ganz einfach: Die Gruppe schaut regelmäßig gemeinsam Dokumentationssendungen. 63 Mitglieder zählt der einst kleine Kreis mittlerweile, vor allem junge Leute gehören dazu.

Kinderprogramm

Doch zurück zum Bergfest. Um 11 Uhr geht es los. Für das leibliche Wohl ist mit Suppen, Leckereien vom Grill und Schmierkuchen sowie Kaffee und Kuchen (ab 15 Uhr) bestens gesorgt. Da es ein Familienfest werden soll, gibt es für die kleinen Gäste nicht nur die Spielgeräte vor Ort, sondern auch ein Programm. Von 13 bis 15 Uhr sind Kinderschminken und Ballonknoten angesagt, von 15 bis 16 Uhr ist Kinderdisco mit DJ Susanne Biedenkopf.

Um 19 Uhr beginnt die »Sternstunde«. Rund 30 vorwiegend junge Menschen werden sie gestalten. »Eigentlich hatten wir die ›Sternstunde‹ im Forstgarten geplant. Als wir vom Bergfest hörten, dachten wir: Das ist passt doch optimal. Und weil wir als Kirchengemeinde mit allen hier zusammenarbeiten, war schnell klar, dass wir das gemeinsam machen«, erklärt Andreas Lenz. Und fügt an: »So geschieht Frieden, man macht etwas miteinander.«

Das Motto des etwas anderen Gottesdienstes ist der aktuellen Situation geschuldet: »Es ist so einfach, sagt die Liebe und umarmt die Angst.« Ängste führten zu Rückzug, so Lenz. Man wolle nun Mut machen, sich auf andere Menschen zu zu bewegen.

Angst hat viele Facetten, doch hier steht die Angst von Geflüchteten im Fokus, die Angst von Menschen, denen Abschiebung droht und von Menschen, die vor dem Krieg aus der Ukraine geflohen sind. Ein kleines, ukrainisches Mädchen, so der Pfarrer, werde dies - »gegen die Angst« - tänzerisch umsetzen. Auch ein Familienvater, dem mitsamt Ehefrau und Kindern die Abschiebung droht, wird seine Geschichte erzählen.

Musikalisch umrahmt wird die »Sternstunde« von der Band »fogel f« um Gitarrist Konstantin Pukownick. Der ist übrigens von Haus aus Anwalt, hat den Job aber fahren lassen, um sich ganz der Musik zu widmen. Mit ihm stehen - als jüngestes Bandmitglied - der 15-jährige Jan Biedenkopf (Saxofon und Klarinette), Christina Maisner (Geige), Julien Briant (Kontrabass) und Rafael de la Vega (Saxofon) auf der Bühne. Nach der »Sternstunde« soll dann gemeinsam gefeiert und getanzt werden.

Flüchtlingshilfe

Die Kollekte soll der Flüchtlingshilfe der Treiser Kirchengemeinde zugute kommen, »Also allen Flüchtlingen. Denen aus der Ukraine, aus Afganistan, Äthiopien. Eben allen, die hier in Treis sind«, erklärt Lenz.

Doku Dienstag wird zudem eine Spendenbox aufstellen, die gerne großzügig befüllt werden darf.

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