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Ein Toter und zwei Schwerverletzte

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Wohl ungebremst krachten die beiden Fahrzeuge auf L3146 zwischen Daubringen und Treis ineinander. © Schäfer

Frontalzusammenstoß zweier Autos auf der L3146 zwischen Daubringen und Treis.

Staufenberg (rsa). Ein schrecklicher Unfall mit einem Toten, einer lebensbedrohlich und einem schwer Verletzten ereignete sich von Samstag auf Sonntag auf der Landstraße L3146 zwischen Daubringen und Treis. Auf ziemlich gerader Strecke krachten 20 Minuten nach Mitternacht ein silberfarbener Honda Accord und ein schwarzer Golf TDI frontal zusammen.

Während der Fahrer des Golf, ein 20-Jähriger aus Stadtallendorf, aus seinem Auto selbst aussteigen konnte, wurden die beiden Insassen des Honda durch die Wucht der Kollision eingeklemmt. Hydraulisches Rettungswerkzeug musste von der Feuerwehr eingesetzt werden, um sie zu bergen. Der 26-jährige Beifahrer aus Treis erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Die 21-jährige Fahrerin aus Mainzlar wurde lebensbedrohlich verletzt mit einem Rettungswagen in den Schockraum des Universitätsklinikums Gießen gebracht. Auch der Fahrer des Golf kam schwer verletzt ins Krankenhaus.

Am Unfallfallort konnte der herbeigerufene Sachverständige so gut wie keine Bremsspuren feststellen. Vermutlich, so die Polizei, fuhr der Golf von Treis in Richtung Daubringen und geriet aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und stieß dort mit dem Auto zusammen, das in Richtung Treis unterwegs war. Wie genau es zu dem Unfall kam, muss nun ein Gutachter klären. Bei beiden Fahrern veranlasste die Polizei eine Blutentnahme. Der Verdacht bestand, dass der Fahrer des Golf möglicherweise unter Drogeneinfluss stand. Bis beide Fahrzeuge mit Totalschaden abgeschleppt waren, wurde die Landstraße für mehrere Stunden für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Staufenbergs Stadtbrandinspektor Oliver Ortwein war mit 26 Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Staufenberg im Einsatz. Außer der Bergung der eingeklemmten Personen mit Hilfe der Rettungsschere betreuten seine Feuerwehrleute den Fahrer des anderen Autos, sicherten die Fahrzeuge, klemmten die Batterien ab, fingen ausgelaufene Betriebsmittel auf, leuchteten die Unfallstelle für den Sachverständigen aus und sperrten den Abschnitt der Landstraße.

Der Sachschaden der beiden schrottreifen Fahrzeuge wird auf etwa 12 000 Euro geschätzt.

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