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Gestatten, Thomas Heidlas

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Thomas Heidlas strebt den Chefsessel im Staufenberger Rathaus an. Foto: Wisker © Wisker

Thomas Heidlas (CDU) ist der Mann, der den amtierenden Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) herausfordern will. Der Christdemokrat strebt 2023 den Chefsessel im Staufenberger Rathaus an.

Staufenberg . Im kommenden Jahr ist Bürgermeisterwahl in Staufenberg. Der Termin steht noch nicht fest. Fest steht indes, dass Amtsinhaber Peter Gefeller (SPD) wieder antritt und so die dritte Amtsperiode anstrebt. Thomas Heidlas (CDU) ist der Mann, der ihn herausfordern will. Auch der Christdemokrat strebt den Chefsessel im Rathaus an.

»Urtreiser«

»Ich bin ein Urtreiser«, sagt Heidlas über sich selbst. Dennoch will er im Fall seiner Wahl alle Bürger, ganz Staufenberg im Blick haben. Wer ist der Mann, der Bürgermeister werden will? Aufgewachsen im Stadtteil Treis drückte er hier auch zunächst die Schulbank, wechselte nach der Grundschule zunächst an die Gesamtschule in Allendorf, um ab der siebten Klasse die Herderschule in Gießen zu besuchen. Nach dem Abitur studierte der 56-Jährige Geografie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. »Vorher habe ich noch meinen Grundwehrdienst abgeleistet.«

Von der Buchwaldstraße - hier lebten die Großeltern - über die Königsstraße - das Elternhaus - habe sich seine Familie »den Berg hoch gearbeitet«, schmunzelt der Kandidat. Er selbst lebt mit seiner Ehefrau, den drei Töchtern und Kurzhaar-Colliedame »Cora« - »ja, auch der Familienhund ist ein Mädchen« - noch ein Stückchen weiter oben, idyllisch am Ortsrand gelegen. Bei der Gartenarbeit - »mal mehr, mal weniger gerne« - entspannt er sich und er ist leidenschaftlicher Hobbykoch. »Seit einigen Jahren singe ich auch im Treiser Kirchenchor und am Wochenende bin ich der Koch in der Familie.« Noch während des Studiums arbeitet Heidlas für ein Grünberger Ingenieurbüro, wird dort später, nach dem Tod des Chefs, Mit-Geschäftsführer.

So kam der Kontakt zur Gemeinde Mücke zustande, die ihm 2001 die Stelle des Bauamtsleiters anbot. »Heute heißt das anders«, kommentiert er eine der Neuerungen in den kommunalen Verwaltungen. Diesen Job macht er bis heute. »Mein Lebenslauf ist nicht sehr wechselhaft, eher konstant. Ich würde mich selbst auch als komplett bodenständigen Menschen bezeichnen.«

Dennoch ist er in seinem Beruf nicht stehen geblieben, hat berufsbegleitend Öffentliches Management an der Verwaltungsfachhochschule in Wiesbaden studiert und mit dem Master abgeschlossen. »Seither habe ich größten Respekt vor allem, die den zweiten Bildungsweg einschlagen«, blickt auf die Zeit zurück, als es galt, Familie, Beruf und Studium unter einen Hut zu bringen. »Ohne die Unterstützung meiner Familie wäre das nicht möglich gewesen.«

Thomas Heidlas beschreibt sich als eher zurückhaltenden Menschen, der sich anderen nicht aufdrängen mag. Doch er sei sehr wohl in der Lage, auf die Menschen zuzugehen. Genau das werde er jetzt, zum Beispiel beim Haustürwahlkampf, tun. Was die Infrastruktur angehe, so gebe es in Staufenberg einiges zu tun. Seine berufliche Erfahrung sieht der CDU-Kandidat als sehr hilfreich an. Die Sport- und Kulturhalle in Treis, eine fehlende Begegnungsstätte - alleine in seinem Heimatdorf fallen ihm sofort zwei Projekte ein.

Optionen erwägen

Doch auch die alten Schulgebäude in Staufenberg, Mainzlar und Daubringen, die nun durch den Neubau der gemeinsamen Grundschule in der Vitalen Mitte einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen, hat er im Blick. Bezahlbarer Wohnraum sei eine Möglichkeit, aber man sollte auch andere Optionen erwägen. »Nicht störendes Gewerbe vielleicht in Verbindung mit Wohnraum wäre auch denkbar.« Er plädiert dafür, im Dialog mit Bürgern und Vereinen die bestmögliche Lösung zu finden. »Das sollte nicht nur in den politischen Gremien diskutiert werden.« Ein großes Anliegen sei ihm der Ausbau des Radwegenetzes. »Nicht nur für Freizeitzwecke, sondern auch für den alltäglichen Radverkehr.«

Nicht nur angesichts des Kriegs in der Ukraine liege ihm außerdem der Klimaschutz, die Energiewende am Herzen. In Sachen Windkraft und Fotovoltaik könne man in Staufenberg durchaus »noch weiter Gas geben«. Gerade für den ländlichen Raum müssten passende Konzepte entwickelt werden - gemeinsam mit den Bürgern. Sollte Thomas Heidlas gewählt werden, will er regelmäßige Sprechstunden nicht nur in großer Runde, sondern auch persönlich anbieten. »Nicht jeder traut sich, sein Anliegen in großer Runde vorzubringen. Da braucht es auch Vier-Augen-Gespräche.«

Vereine fördern

Auch Siedlungsentwicklung solle man nicht aus dem Auge verlieren, meint Heidlas. Keine großen Baugebiete, sondern bedarfsgerechte ausweisen, daneben auch den Innenraum entwickeln. »Letzteres aber nur im Einvernehmen mit den Eigentümern und Quartier für Quartier.« Und noch eins hat er sich auf die Fahne geschrieben: Die Förderung der Vereine beziehungsweise denen dabei zu helfen, Fördermittel zu bekommen. »Die Stadt quasi als Förderlotse«, um sich im Dschungel der Fördermöglichkeiten zurecht zu finden. »Die Menschen mitnehmen, ihre Eigeninitiative fördern«, lautet sein Rezept.

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