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Hallenbad: Sanierung wird teurer

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Bis Schwimmer hier endlich wieder ihre Bahnen ziehen können, müssen noch einige Euros fließen. Foto: Heller © Heller

Staufenberg (voh). Für die Dachsanierung des Hallenbads muss der Zweckverband Lollar-Staufenberg tief in die Tasche greifen. Staufenbergs Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) teilte mit, es gebe Preissteigerungen um die 60 Prozent. Er fragte: »Wollen wir das machen oder das Bad schließen«. Eine Anfrage bei der Schulleitung der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) habe ergeben, dass beim jüngsten Einschulungsjahrgang (5.

Klasse) über 50 Prozent Nichtschwimmer seien. In den vergangenen zwei Jahren habe es wegen der Pandemie zudem keinen Schwimmunterricht gegeben. Gefeller: »Das ist gut angelegtes Geld für die Sicherheit unserer Kinder«. Ein einstimmiger Beschluss dafür fiel seitens der Stadtverordnetenversammlung.

Zurzeit wird in Staufenberg nicht mehr mobil geblitzt. Das bisher eingesetzte Messgerät sei aufgrund von Mängeln vom Hessischen Innenministerium nicht mehr zugelassen. Staufenberg und Lollar wollen nun zusammen ein Neugerät für 90 000 Euro anschaffen. Anteilsmäßig fehlen in der Stadtkasse noch 25 000 bis 30 000 Euro. Einstimmig votierte das Parlament für diese überplanmäßige Ausgabe. Momentan werde noch mit der Gemeinde Wettenberg verhandelt. Die habe auch Interesse, das Gerät auszuleihen, so Gefeller. Die neu gefasste Trägervereinbarung der Stadt Staufenberg mit dem DRK als Kita-Betreiber in Daubringen bringt eine jährliche Ersparnis um insgesamt 180 000 Euro ab 2024. Nach dem Ablauf des Kita-Jahres 2022/2023 wird die fünfte Gruppe wieder abgeschafft. Das macht den größten Batzen Ersparnis aus.

Ab 1. Oktober dieses Jahres würde der Arbeitsvertrag des Touristischen Arbeitskreises »Gießener Lahntäler« mit der Tourismus-Beauftragten Anna Erb verlängert werden - falls alle sechs Kommunen im Nordkreis die Vertragsverlängerung mittragen. Bei fünf Enthaltungen hat das Parlament dem zugestimmt. Die Stelle wird ab Oktober auch im Rathaus Staufenberg angesiedelt (bisher Rabenau). Anteilige Jahreskosten für Staufenberg: 13 500 Euro. Ralph Wildner (GAL): »Diese Stelle sollte sich selbst finanzieren«. Man erwartet von dem Impuls, der durch fachliche Bündelung touristischer Merkmale entstehen soll, einen Aufschwung für die Gastronomie und später vielleicht auch für Übernachtungen.

Einstimmig wurde eine neue Ehrensatzung beschlossen. Bürger, die sich langjährig ehrenamtlich in der Kommunalpolitik einsetzen, erhalten den Ehrenbrief. Für andere Betätigungsfelder gibt es die Dankesurkunde. Dann gibt es noch Urkunden für herausragende Leistungen im Sport, in Wissenschaft oder Kultur. Schließlich werden auch besondere Geburtstage und Ehejubiläen mit einer Urkunde gewürdigt.

Der Bürgermeister will demnächst in allen Mitteilungsorganen nochmals für die Mitarbeit im Seniorenbeirat werben. Das teilte er dem Parlament mit. Die zweite Boosterimpfung gegen das Corona-Virus will Staufenberg zusammen mit dem Landkreis im Herbst anbieten. Es wird rechtzeitig informiert.

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