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Melodische Klänge und Fotografien

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Musiker Markus Reich begeisterte die Besucher im Kulturcafé in Daubringen mit seiner Vielzahl an Instrumenten. © Schütte

Kulturpolitischer Arbeitskreis Staufenberg IM-PULS lud ins Kulturcafé nach Daubringen ein.

Staufenberg (hgt). Außergewöhnliche Klänge von Markus Reich und faszinierende Fotos des freischaffenden Fotografen Kay Maeritz, damit hatte der Kulturpolitische Arbeitskreis Staufenberg IM-PULS ins Kulturcafé nach Daubringen eingeladen.

Trotz winterlicher Straßenverhältnisse war der Veranstaltungsort bis auf den letzten Platz besetzt. Nach der Begrüßung durch Peter Müller und einem einleitenden Stück »Norbertamino« (Handpan in C-Harmonic mit Loops) von Markus Reich erzählte Ekaterina Khmara von einer Theateraktion im Wald bei Daubringen, an der zehn Personen unter Beteiligung der beiden Künstler teilnahmen. Ebenfalls beteiligt war Matthias Faltz vom Theater Joschik, der an diesem Abend nicht dabei sein konnte. Als illustre Gesellschaft ging man im vergangenen Herbst im Wald am Buchenberg spazieren, und in persönlichen Statements wurde noch einmal deutlich gemacht, welch außerordentliche Erlebnisse allen zuteil wurden.

Die Gruppe war in ihrer Vorbereitung der Fragestellung nachgegangen, was notwendig sei, um Gemeinschaft zu erleben und zu spüren. Über die gemeinsame Wahrnehmung mit allen Sinnen führte sie der Weg zu gemeinsamem Tun in einer halb-öffentlichen Theateraktion. Die Beteiligten erzählten von einem magischen Ort und einem wärmenden Gefühl. Vom Schauen, Schnuppern, Riechen, Danken und dem Ideenreichtum. Es habe viel Spaß gemacht, denn es wurde kein Perfektionismus an den Tag gelegt. Im positiven Sinne konnte man sich verwirklichen. Am ausgewählten Spielort konnten nur wenige Gäste Platz finden, wobei diese nicht vor einer Bühne saßen, sondern von Gnomen, Elfen und anderen Gestalten von Spielort zu Spielort durch den Wald geleitet wurden.

Ergänzt wurde die magische Stimmung durch die Klänge des Percussionisten Markus Reich und fotografisch wurde das Ganze festgehalten durch eindrucksvolle Aufnahmen von Kay Maeritz, von denen einige an diesem Abend in seiner Anwesenheit präsentiert wurden.

Im anschließenden Soloprogramm »Handpan & Meer« verband Reich vielfältige Elemente aus seinem musikalischen Erfahrungsschatz miteinander. Im Vordergrund steht dabei das harmonische und rhythmische Zusammenspiel mehrerer Handpans, mit denen er sich seit 2008 intensiv beschäftigt, mit mystischen Klängen, die sich ineinander verweben und verdichten, um anschließend gemächlich dahinzufließen.

Einsatz von Berimbau und Udu

Dazu hatte er ein ganzes Arsenal unterschiedlicher Instrumente auf der Bühne zusammengestellt.

So eine Shrutibox aus Indien, die er mit dem Fußpedal anspielte und einen Drone-Sound erzeugte. Gespielt wurde auch ein »Berimbau«, ein Bogen mit Saite aus Brasilien und ein »Udu«, der aus einem Tontopf mit zwei Öffnungen besteht, und ursprünglich aus Afrika kommt.

Eine Steelplan oder auch Steeldrum aus Trinidad/Tobago, die sozusagen die Mutter der Handpans ist, spielte er mit Klöppeln.

Die Zuhörer waren immer wieder aufs Neue vom Klangreichtum fasziniert und spendeten begeistert Applaus. Zu hören waren unter anderem Stücke mit dem Titel »Zeitraum«, »Carlito« (Steelpan), »Wald«, »Brown Sugar«, »Meer« und »Daisy« mit der Gubal, eine Handpan aus der Schweiz in Kombination mit anderen Handpans, die eine Geschichte über eine Busreise in Afrika erzählt.

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