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Offizielle Platzübergabe

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Hier kann künftig gefeiert werden: Der Dorfplatz ist fertig. Foto: Heller © Heller

Nach gut elfeinhalb Jahren fand die Dorferneuerung mit großem Bahnhof für einen unsichtbaren Dorfplatz ihren würdigen Abschluss.

Staufenberg (voh). Einziger Schwachpunkt bei der Feierstunde am evangelischen Gemeindehaus von Daubringen war das fehlende Kaiserwetter. Regenschauer dominierten am Wochenende. Nach gut elfeinhalb Jahren fand die Dorferneuerung mit großem Bahnhof für einen unsichtbaren Dorfplatz ihren würdigen Abschluss. Während einer Regenpause versammelten sich viele Offizielle und eine größere Anzahl Zuschauer zur offiziellen Platzübergabe. Später erklang sogar die Europafanfare.

Im Falle einer Open-Air-Veranstaltung wird der nun verkehrsberuhigte Bereich zwischen Friedhof und Gemeindezentrum mit rot-weißem Absperrgitter dichtgemacht. Dann erst tritt der Platzcharakter in Erscheinung. Im Alltag fließt der tägliche Verkehr über den frischen Asphalt auf diesem Abschnitt der Friedhofstraße, ist die neu angelegte Pflasterfläche mehr oder weniger mit Autos zugeparkt.

Flugs wurde ein rot-weißes Flatterband bei der abgestuften Ecke am Zufahrtsweg zur städtischen Kita drapiert. Ein paar Scherenschnitte besiegelten symbolisch das Ende der Dorferneuerung. An vorderster Stelle standen dabei Bürgermeister Peter Gefeller, Erste Stadträtin Bianka de Waal-Schneider, Stadtverordnetenvorsteher Ernst Hardt, der gemeinsame Ortsvorsteher Christian Grölz, der ehemalige Ortsvorsteher von Daubringen, Manfred Hein, Pfarrer Traugott Stein, die Projektleiterin, Diplom-Ingenieurin Sabrina Becker von den SHK Landschaftsarchitekten (Gießen) und die Leiterin der DRK-Kita, Birgit Theophel.

Auf den Fototermin folgte im Gemeindehaus das »Te Deum« von Marc-Antoine Charpentier, die Europafanfare. Pfarrer i. R. Friedhelm Schäfer und der Posaunenchor Daubringen begeisterten. Vom Bürgermeister hörte man den Rückblick auf die verschiedenen Projekte der Dorferneuerung seit 2011.

Insgesamt 570 000 Euro Investitionskosten seien benötigt worden. Die Zuschüsse aus dem hessischen Förderprogramm Dorferneuerung betrugen 245 000 Euro. Die Stadt Staufenberg wendete 325 000 Euro an Eigenmitteln auf.

Zahlreiche Projekte

Jene Fördermittel (187 400 Euro) für den nicht zustande gekommenen Bürgerpavillon wechselten zum DRK für den Bau des Multifunktionshauses. Im Gegenzug kann die Stadt, somit der Verein Impuls, das Kulturcafé im Haus zwölf Jahre mietfrei betreiben. Im September 2012 wurde das von der Schülerin Ayse Firat entworfene Enten-Logo für ein Jahrzehnt als aussagekräftiges Stoffbanner an der Lumdabrücke (Großgasse) installiert. 2016 pflasterte man den Friedhofshauptweg als Verbindung von Ober- und Unterdorf. Weil das ein öffentlicher Weg wurde, mussten Lampen (LED) installiert werden. Gefeller: »Wir haben wohl den einzigen Friedhof der nachts beleuchtet ist«. Außerdem legte man Nebenwege neu an und gestaltete den Containerplatz um. Im selben Jahr wurden noch das Backhaus an der Waldstraße und das ehemalige Wiegehäuschen samt Vorplatz (Gießener Straße) saniert. 2020 kam die Gestaltung der Fläche um die große Eiche (Waldstraße) zur Ausführung.

Pfarrer Stein äußerte sich zu der Fläche vor dem Gemeindehaus. Fast 20 Jahre sei er jetzt in Daubringen und habe darauf schon viele Gespräche geführt. Er wünsche sich, »es sollte ein schöner Platz aber kein schöner Parkplatz sein«. Im September jedenfalls finde hier das nächste Dorffest statt.

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