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»Papalala« rockt für den Frieden

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»RockZone« sind nicht nur aus »The Voice Kids« bekannt, vor Kurzem hat die Band ihre erste Single herausgebracht. Archivfoto: Bornbaum © Red

Am 1. und 2. April wird in der Treiser Sport- und Kulturhalle wieder gerockt, was das Zeug hält. Während des gesamten Festivals werden Spenden für ukrainische Flüchtlinge gesammelt.

Staufenberg (red/dge). Mit heißer Nadel gestrickt wurde laut Veranstalter Dirk Wallenfels das diesjährige Papalala-Festival. Am 1. und 2. April wird in der Treiser Sport- und Kulturhalle wieder gerockt, was das Zeug hält.

»Papalala rocks for Peace« - angesichts des Kriegs in der Ukraine wolle man ein Zeichen setzen. Daher das Motto Papalala rockt für den Frieden, so Wallenfels im Gespräch mit dem Anzeiger. Erst in der vergangenen Woche sei der Entschluss gefasst worden, die Bühne sozusagen wieder freizugeben.

Ein Zeichen für den Frieden werden die Bands Toccata (Treis/Burkhardsfelden), Glasbowstones (Amöneburg), Synkope (Gießen), Raven Rock Allstars (Rabenau), M.O.R.Z.E. (Allendorf/Lda.), v.e.r.s.u.s. (Frankfurt) abgeben. Selbstverständlich darf in der Riege der Bands auch »RockZone« (Staufenberg/Lollar) nicht fehlen.

Pandemie-bedingt waren die Festivals 2020 und 2021 ausfallen. Nun sei die Entwicklung so, dass unter verschiedenen Voraussetzungen wieder ein Festival durchgeführt werden könnte, erklären die Veranstalter. Aber sie haben sich auch gefragt, ob man in diesen Zeiten unbeschwert feiern dürfe.

Zeichen setzen

»Ein nicht erwarteter Krieg in Europa löst Gedanken aus, die wir so nicht kannten. Wie könnte man denn besser und lauter ein Zeichen für Frieden in diesen Zeiten setzen, als mit einem Rockkonzert mit einem deutlichen Statement: Papalala rocks for Peace« - lautete die Antwort. »Gemeinsam aufstehen, gemeinsam laut sagen, was wirklich wichtig ist. Gemeinsam aus der Isolation der vergangenen beiden Jahre Gemeinsamkeit stärkt und verbindet«, lautet das Credo beim Verein Kunst und Kultur (KuK) Papalala und so hat man sich in enger Abstimmung mit den teilnehmenden Künstlern und der Stadt Staufenberg dazu entschlossen, »gemeinsam die Stimme gegen den sinnlosen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zu erheben.«

Deutliche Statments von Papalala prägten den Verein von Beginn an, stehe er doch deutlich für die Werte Toleranz, Miteinander und für Weltoffenheit, gegen Gewalt, Ausgrenzung und jegliche Form von Rassismus.

Wegen Corona konnte das Festival zum eigentlichen Termin am letzten Septemberwochenende 2021 nicht stattfinden und schon zu diesem Zeitpunkt hat der Verein über einen Alternativtermin nachgedacht. Bis September 2022 wollte man nicht warten, wohl mittlerweile wissend, dass die Coronazahlen im Herbst wieder ansteigen könnten.

»Die aktuellen politischen Ereignisse waren zu dieser Zeit noch in weiter Ferne. So wurde währenddessen am Festivalkonzept gefeilt, ein Hygienekonzept entwickelt, der Kontakt zu Künstlern geknüpft und gepflegt - mit großer Vorfreude auf das nächste Festival. Doch plötzlich sterben mitten in Europa sinnlos Menschen durch ein Ereignis, dass für uns ganz weit weg schien: Krieg.« Tausende Menschen sind auf der Flucht aus ihrer Heimat.

Der Verein Papalal wollte helfen - schnell und unbürokratisch. So werden während des gesamten Festivals Spenden gesammelt und in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde in Treis hier vor Ort an bedürftige Menschen, die gerade ihre Heimat verlieren und mittlerweile schon in Staufenberg angekommen sind, weitergeleitet. »Ganz direkt. Ohne Bürokratie«, betont Dirk Wallenfels.

Und noch ein Aspekt trieb die Veranstalter um: Sie wollten den heimischen Bands die Möglichkeit bieten, nach endlos langer Zeit aus dem tristen Proberaum-Dasein heraus zu kommen. »Um zu zeigen, welch vielfältige Rockmusik-Landschaft unsere Region zu bieten hat, wurde bewusst auf ›große‹ Headliner-Bands verzichtet.«

Dies schlägt sich auch im Eintrittspreis nieder: Für gerade mal sieben Euro pro Abend ist man dabei und bekommt Live-Musik von 19.30 Uhr bis weit nach Mitternacht. Natürlich dürfe der Eintrittspreis großzügig aufgestockt und die Spendenbox zugunsten der ukrainischen Kriegsflüchtlinge gefüllt werden.

Registrieren

Einen Vorverkauf im klassischen Sinne wird es nicht geben, weil derzeit noch niemand abschätzen kann, wie sich die Corona-Regeln und die weltpolitische Lage entwickeln. Daher gibt es Tickets nur an der Abendkasse.

Wer sichergehen will, dabei zu sein, sollte sich vorher registrieren. Denn die Hallenkapazität kann nach derzeitigem Stand nicht voll ausgeschöpft werden. Registrieren ist denkbar einfach: Eine Nachricht per WhatsApp, SMS (Name und Anzahl der Tickets nennen) oder ein Anruf (ab 18 Uhr) unter folgenden Nummern sichert das Ticket definitiv: Dirk Wallenfels (0172/6866263) oder Frank Steidl (0151/15127378).

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