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Rocken für den Frieden

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»RockZone« und Veranstalter Dirk Wallenfels (im Vordergrund) sowie Festival-Besucher schicken ausgelassene Grüße an Band »V.e.r.s.u.s«, die ihren Auftritt Corona-bedingt absagen musste. © Frank Steidl

Die Bands in der Treiser Sport- und Kulturhalle rockten in der Treiser Sport- und Kulturhalle hart. Der Gewinn des Festivals wird ukrainischen Geflüchteten in Staufenberg zu Gute kommen.

Staufenberg (zye). »Papalala rocks for Peace«, denn wenn wir eines dieser Tage brauchen, dann ist es Frieden. Den Frieden in der Ukraine konnten die Papalala-Macher mit ihrem erlesenen Line-Up zwar nicht liefern, wohl aber etwas Unterstützung für die Geflüchteten vor Ort. Der Gewinn des Festivals wird Geflüchteten in Staufenberg zu Gute kommen. Dafür rockten die Bands in der Treiser Sport- und Kulturhalle am vergangenen Wochenende hart.

Zwar kurzfristig geplant, aber dafür »ausgelassen und locker«, so beschrieb Veranstalter Dirk Wallenfels die weitere Auflage des Rock-Festivals des Kunst- und Kulturvereins »Papalala«. Mit im Boot hatten die Veranstalter wieder kreisbekannte Vertreter gepflegter Gitarrensounds, wie die Teilnehmer von »The Voice Kids«, nämlich »RockZone« aus Lollar und Staufenberg. Bands wie »Toccata« aus Treis/Burkhardsfelden, den »Glasbowstones« aus Amöneburg, »Synkope« aus Gießen, den »Raven Rock Allstars« aus der Rabenau oder »M.O.R.Z.E.« aus Allendorf/Lda. legten sich für die in Staufenberg untergebrachten Ukrainer ins Zeug. Das Statement lautete, »gemeinsam die Stimme gegen Russlands sinnlosen Angriffskrieg zu erheben.«

»Papalala« - das Festival stand schon immer für gewaltfreien Umgang miteinander. Das zeigte sich auch bei einer Solidaritäts-Aktion mit dem Publikum. Denn eigentlich sollten die Rock’n’Roller »V.e.r.s.u.s.« aus Frankfurt auftreten, aber ihnen machte Corona einen Strich durch die Rechnung. Zum Trost schickte das Veranstalter-Team ein Foto von der Bühne und teilte es auf den Social Media-Kanälen. Im Hintergrund jubelte die Menge »V.e.r.s.u.s.« zu.

»Zusammenhalt« wurde ausgiebig zelebriert. Den Bands war auf der Bühne aber auch anzusehen, wie sehr sie es vermisst haben, vor einem Publikum aufzutreten. Zum Bedauern von Dirk Wallenfels litten die Spendeneinnahmen wegen der Pandemie. »Ohne Corona wären noch zahlreiche Zuschauer mehr gekommen«, weiß er aufgrund der coronabedingten Absagen.

Alles in Allem zieht der Papalala-Vorsitzende aber ein positives Fazit »mit Profis auf, hinter und vor der Bühne«. Einen Spendenbetrag konnte er noch nicht nennen: »Wie hoch die Spendensumme am Ende ist, wird sich zeigen, wenn alle Rechnungen bezahlt sind.« Dann wird »Papalala« zusammen mit der Treiser Kirchengemeinde den Gewinn an die Hilfebedürftigen vor Ort weiter gegeben: »Schnell und unkompliziert«, lautet der Plan.

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Genau wie »Toccata« rockten auch die anderen Bands für den Frieden. © Frank Steidl
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»Synkope« heizte dem Publikum nicht nur mit gekonnten Gitarrensoli ein. © Frank Steidl

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