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Schilder weisen auf Anleinpflicht hin

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Mit Schildern weist die Stadt Staufenberg auf die Anleinpflicht hin. © Stadt Staufenberg

Staufenberg (red). Rechtzeitig vor dem Beginn der neuen Brut- und Setzzeit haben die Mitarbeiter des Bauhofs Hinweisschilder in der ganzen Lumdaniederung aufgestellt. Das teilte Bürgermeister Peter Gefeller mit. Damit seien nun auch optische Hinweise auf die nach der städtischen Satzung in der Zeit vom 1. März bis zum 1. August geltende Anleinpflicht entlang der Wirtschaftswege der Lumdaaue postiert worden.

Konkret ist der Bereich zwischen dem Ende der Gemarkung Lollar an der B 3a Talbrücke und dem Beginn der Gemarkung Allendorf/Lda. betroffen.

»An alle Hundehalter geht meine herzliche Bitte, die Anleinpflicht in der gesamten Lumdaaue zu beachten. Gerade zum Schutz der dort lebenden Wildtiere werden unsere Hilfspolizeibeamten die Einhaltung der Anleinpflicht überwachen«, appelliert Gefeller. Vom 1. März bis 1. August brüteten viele Vogelarten am Boden oder in Bodennähe, auf Randstreifen, an Wegesrändern oder in öffentlichen Grünanlagen unter Hecken und Gebüschen. Zudem brächten Rehe ihre Kitze zur Welt und Feldhasen hätten sogar mehrfach Nachwuchs. Der Jagdtrieb eines Hundes könne dabei zur Gefahr für diese wildlebenden Tiere und deren Nachwuchs werden. »Auch sonst gut gehorchende Hunde werden oft unfolgsam, wenn der Jagdtrieb sie einer attraktiven Fährte folgen lässt. Leider werden immer wieder Wildtiere durch streunende und wildernde Hunde verletzt oder sogar getötet. Insbesondere Rehe, die hochträchtig in ihrer Bewegungsfreiheit und Fluchtmöglichkeit stark eingeschränkt sind, werden oftmals mit ihren ungeborenen Kitzen Opfer von Hundebissen.«

Auch Hunde, die nicht wilderten, könnten Wildtiere stören oder gefährden. Allein durch die Berührung eines Jungtieres könne sich dessen Geruch verändern. Eine Folge könne sein, dass die erwachsenen Tiere den Nachwuchs verstoßen. Vertreibe ein freilaufender Hund Bodenbrüter, könnten die Eier im Gelege auskühlen oder bei Hitze kollabieren. Wenn die Elterntiere die Gelege öfter oder länger verlassen müssten, fielen Jungtiere leicht natürlichen Feinden zum Opfer oder verhungerten. Deshalb müssten Hundehalter sicherstellen, dass sie ihren Hund in Wald und Flur immer unter Kontrolle hätten und dieser sich nicht unbeaufsichtigt herumtreibe. »Die Leine ist dabei der sicherste Schutz. Mit dem Anleinen schützen Sie als Hundehalter zugleich auch Ihre Hunde vor einer Ansteckung mit Räude oder Staupe, die nach wie vor in unserer Gemarkung bei Wildtieren auftreten«, so Gefeller abschließend.

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