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So geht das mit dem Abfall

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Von: Volker Heller

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Während der Aktionstage bastelte eine Gruppe die zweite Snak-Box einschließlich Infotafeln zum Thema Müll. © voh

Staufenberg (voh). In Staufenbergs Vitaler Mitte ist achtlos weggeworfener Müll keine Seltenheit. Abfallkörbe gibt es zwar, jedoch wird die Umgebung oft zweckentfremdet. Zumal Abfallkörbe einfach alles schlucken. Zuhause soll der Bürger trennen, unterwegs scheint das offenbar egal zu sein. Darüber ärgert sich das örtliche Bürgernetzwerk »Staufenberg nachhaltig«.

Deshalb steht es gerne dem städtischen Kinder- und Jugendbüro zur Seite, denn dieses hatte in der zweiten Osterferienwoche die »Umwelt-Aktionstage« veranstaltet.

»Staufenberg nachhaltig« nutzte diese Gelegenheit und stellte der Öffentlichkeit mit großem Erfolg die sogenannte Snak-Box 2.0 vor. Deren Vorgängermodell, ebenfalls eine Müllsammel-Trennstation für Papier, Glas, Plastik und Restmüll, steht seit nunmehr fünf Monaten an der Unterführung auf dem Fußweg nach Daubringen. Snak ist die Abkürzung für Staufenberg-nachhaltig Kids. Die Kids-Gruppe für Kinder ab acht Jahren trifft sich jeweils am 1. Montag eines Monats von 16.30 bis 18 Uhr im Jugendzentrum.

Während der Aktionstage bastelte eine Gruppe die zweite Snak-Box einschließlich Infotafeln zum Thema Müll. Am Freitag begrüßte Jugendpfleger Sven Iffland zur Präsentation der Aktionsergebnisse viel Publikum.

Eine Umfrage an den Schulen habe das Problem des wild umherliegenden Mülls in den Vordergrund gerückt. Man wolle Lösungen finden ohne vorgefertigte Muster, so Iffland. Darum sei während der damals ersten Umweltaktion in den Herbstferien 2021 der Prototyp der Snak-Box entstanden.

Iffland dankte dem Tegut- und Norma-Markt für deren großzügige Lebensmittelspenden in der Aktionswoche. Kinder konnten kostenlos daran teilnehmen. Axel Lührmann vom Bürgernetzwerk zeigte den im Umkreis von 500 Metern gesammelten Müll. Der werde verbrannt. Es sei denn, man sortiere ihn. Lührmann zeigte sich begeistert: »Die Kinder möchten ganz Staufenberg mit Snak-Boxen versorgen.« Übrigens würden die Sammelbehälter auch von den Kindern geleert.

Eine andere Aktionsgruppe, die Müll-Detektive, hatte sich in der Vitalen Mitte umgehört, woher Müll denn überhaupt stamme. Einige Kinder hatten versucht, Müllsünder auf frischer Tat zu erwischen. Die Versorgungsgruppe hatte versucht, für das Kochen zuvor möglichst müllfrei einzukaufen.

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