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Steigende Baukosten

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Von: Volker Heller

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Am Windpark im Staufenberger Stadtwald wird kräftig gebaut. © Heller

Die finanzielle Beteiligung der Stadt Staufenberg an der künftigen Betreibergesellschaft war mit 280 000 Euro kalkuliert worden.Der Betrag muss voraussichtlich auf 350 000 Euro erhöht werden.

Staufenberg (voh). »Gehackt werden Supermärkte, Firmen und Kommunen«, meinte Claus Waldschmidt von der SPD. »In diesen Zeiten ist Datensicherheit sehr wichtig«, so Reiner Mehler (SPD), Vorsitzender des Staufenberger Finanzausschusses. Das Gremium sollte abstimmen, ob die Stadt Staufenberg sich ab 1. August 2022 am interkommunalen Projekt »Cybersicherheit in öffentlichen Verwaltungen« des Landkreises Gießen beteiligen solle. Dr. Bernd Dugall (CDU): »Es muss sein.« Das Projekt läuft bis 2027. Staufenbergs Beteiligung kostet jährlich 2671 Euro. 2022 und 2027 verringert sich der Betrag um die nicht im Zeitfenster liegenden Monate. Die Gesamtkosten, die der Landkreis gemessen an der Einwohnerzahl auf die Kommunen verteilt, betragen 862 000 Euro für fünf Jahre.

Drei Räder

Im Staufenberger Stadtwald entsteht der Windpark Lumdatal mit drei Windrädern. Die finanzielle Beteiligung der Stadt an der künftigen Betreibergesellschaft war zunächst mit 280 000 Euro kalkuliert worden. Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine hätten auch die Baupreise hochschnellen lassen, bedauerte Gefeller. Der Betrag müsse voraussichtlich auf nunmehr 350 000 Euro erhöht werden. Die Beschlussempfehlung an die Stadtverordnetenversammlung fiel einstimmig aus..

Einmal jährlich werden der Ausschuss und das Parlament über die Ergebnisse der wirtschaftlichen Betätigung der Stadt Staufenberg unterrichtet. Zum Stichtag, 31. Dezember 2021, war die Stadt mit einer Stammeinlage von 1260 Euro an der Energiegesellschaft Lumdatal beteiligt, es blieb ein Reinertrag von 9362 Euro in der Stadtkasse.

Anders die Beteiligung an der InterKom. Die Gesellschaft vermarktet das gemeinsame Gewerbegebiet der Kommunen Ebsdorfergrund, Marburg und Staufenberg. Weil das Projekt sich noch in der Entwicklungsphase befindet, wurde 2021 ein Fehlbetrag von 57 508 Euro erzielt. Im Jahresverlauf gibt es immer wieder unvorhergesehene Über- oder Unterschreitungen der ursprünglichen Haushaltsansätze. Für das Jahr 2021 stehen jetzt gut 187 000 Euro Minderaufwendungen in der Bilanz und 911 000 Euro Mehrerträge.

Gefeller fasste kurz zusammen: Der Haushalt 2021 sei mit einem Fehlbetrag von 685 000 Euro im Ergebnis gestartet. Nun sei daraus ein Überschuss von 581 000 Euro geworden - eine finanzielle Verbesserung um 1,2 Millionen Euro. Das Gesellschafterdarlehen der Stadt Staufenberg an der Energiegesellschaft Lumdatal läuft aus. Die Gewährung eines neuen Darlehens bringt drei Prozent Verzinsung. Gefeller: »Besser können wir kein Geld verdienen.« Hinzu komme, dass man Geldmittel für den geplanten Radweg von Mainzlar nach Treis nicht mehr benötige, weil das Land Hessen diesen finanziere und man die Mittel für das Darlehen umschichten könne.

Pauschale

Die Mittagsverpflegung in den Staufenberger Kindertagesstätten wird in den vergangenen Jahren zunehmend in Anspruch genommen. Bisher musste die Kindergartenleitung für jedes Kind eine individuelle Aufstellung machen, die Verwaltung ebensolche Rechnungen. Eine monatliche Essenspauschale soll dieses umständliche Verfahren ablösen. Mehler informierte, künftig würden 80 Euro pro Monat und Kind berechnet.

Elternbeiräte und Elternversammlungen seien darüber informiert worden und hätten die Pauschale mehrheitlich gebilligt. Bürgermeister Peter Gefeller bestätigte dies. Einstimmig empfahl der Ausschuss dem Parlament den Beschluss zur Einführung einer Verpflegungspauschale zum 1. August 2022.

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