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Überfülltes Tierheim entlasten

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Von: Debra Wisker

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Wer einen Hund aus dem Tierheim zu sich nimmt, soll in Staufenberg belohnt werden. Symbolfoto: dpa © Red

Ein Jahr von Hundesteuer befreit - das gilt in Staufenberg, wenn man einen Hund aus dem Tierheim zu sich nimmt.

Staufenberg (dge). Wer sich einen Hund aus dem Tierheim holt, soll in Staufenberg künftig im ersten Jahr von der Hundesteuer befreit werden. So lautete der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung. Wie Bürgermeister Peter Gefeller (SPD) aus der Bürgermeisterdienstversammlung berichtete, klagt man beim Tierheim über Überfüllung. Ein Grund: Viele Hunde, die während der Pandemie angeschafft wurden, kommen wieder zurück ins Tierheim. Da das Tierheim bei Trohe den Kommunen die Pflichtaufgabe, sich um Fundtiere zu kümmern, abnimmt, will man mit diesem Beschluss des einjährigen Steuererlasses einen Anreiz schaffen, Hunden aus dem Tierschutz eine Chance zu geben.

Für ihr langjähriges Engagement in der Kommunalpolitik würdigte Gefeller die ausgeschiedenen Stadtverordneten Ilse und Burkhard Staude.

Der Dschungel an Fördermöglichkeiten ist oft recht undurchdringlich. Unterstützung soll daher künftig ein Fördermittellotse geben. Das Parlament beschloss einstimmig, diesem interkommunalen Projekt des Landkreises Gießen beizutreten. Die Kosten sollen auf die teilnehmenden Städte und Gemeinden umgelegt werden. Für die Stadt Staufenberg würde die Teilnahme - sollten sich alle Kreiskommunen beteiligen - bei knapp 1500 Euro pro Jahr liegen.

Die Sporthalle an der Clemens-Brentano-Europaschule (CBES) wird saniert. Der Kreis als Schulträger übernimmt den größten Teil der Kosten, die auf rund 6,25 Millionen Euro geschätzt, addiert man ein Polster für mögliche Kostensteigerungen und Unvorhergesehenes, liegt die Summe bei rund 7,5 Millionen Euro (brutto). 900 000 Euro wurden als Fördermittel in Aussicht gestellt.

Da auch Staufenberger und Lollarer Vereine die CBES-Halle nutzen, werden sich die Städte an den Kosten beteiligen. Der Landkreis beteiligt sich mit 75 Prozent, die Stadt Lollar mit 7,19 Prozent, die Stadt Staufenberg mit 17,81 Prozent. Die Verteilung auf die beiden Städte richtet sich nach der Nutzung der Halle durch die jeweiligen Ortsvereine. Im Staufenberger Parlament einigte man sich darauf, einen Investitionszuschuss von 1,34 Millionen Euro in die Haushaltsjahre 2024, 2025 und 2026 verteilt in die Finanzplanung einzustellen. Zuvor hatte Wilfried Schmied (CDU) betont, seine Fraktion stimme hier zu, da es sich hier um eine Sanierung handele. Ein Neubau wäre wesentlich teurer geworden, gab er zu bedenken. Dem wollte Gefeller nicht zustimmen. Es seien nicht allein Kostengründe gewesen, aus denen sich der Landkreis zu einer Sanierung entschlossen habe. Es werde nur deshalb nicht neu gebaut, weil die Sporthalle direkt mit dem angrenzenden Hallenbad baulich verbunden sei. »Ansonsten wäre ein Neubau sinnvoll«, so der Bürgermeister.

Neuer Seniorenbeauftragter der Stadt Staufenberg ist Wolfgang Kolb, seine Stellvertretung übernimmt Hanspeter Gruber.

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