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Werkshallen optimal für Rauchschwalben

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Martin Hormann © Red

Staufenberg (rik). Rund 40 Interessierte folgten der Einladung der NABU-Ortsgruppe Staufenberg und der Natur- und Vogelfreunde Treis zu einer Vogelstimmenwanderung in Mainzlar.

Martin Hormann leitete die Tour, die auf dem Parkplatz der Didier-Werke begann. Bereits dort machte der Experte für Vogelschutz auf die Rauchschwalben aufmerksam: »Die speziellen klimatischen Verhältnisse in den Hallen sind vergleichbar wie in alten Kuhställen und optimal für Rauchschwalben«.

Von dort aus ging es entlang der Lumda Richtung Mainzlarer Angelteich. Dort jagten etwa 30 bis 40 dieser Rauchschwalben dicht über der Wasseroberfläche nach Insekten. Zudem war der Gesang der Mönchsgrasmücke, der Singdrossel, des Zilpzalps und der Nachtigall zu hören.

Auf dem Weg Richtung Treiser Sandkaute beobachtete die Gruppe einen Schwarm Dohlen, der auf einer großen Linde seinen Schlafplatz gefunden hatte. Auf einer Streuobstwiese, die nach Angaben von Hormann die NABU-Ortsgruppe Staufenberg in Kooperation mit den Didier-Werken angelegt hat, wurde haltgemacht. Dort seien rund 70 Obstbäume neu angepflanzt worden, darunter vor allem alte regionale Apfelsorten. Hormann betonte, dass die Streuobstwiese vor allem durch Fördergelder der hessischen Biodiversitätsstrategie finanziert worden ist. Doch seitdem feststeht, dass die Didier-Werke Ende dieses Jahres schließen werden, steht auch das Projekt vor dem Aus. Dabei ist es laut Hormann ein Vorzeigeprojekt, wie Unternehmen sich für den Naturschutz einsetzen können. Denn Streuobstwiesen seien attraktive Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen. So lebt auf der Streuobstwiese in Mainzlar zum Beispiel ein Steinkauz und ein selbst angelegter Steinhaufen bietet Unterschlupf für die Zauneidechse.

Schon allein wegen den sichtbaren positiven Entwicklungen müsse alles getan werden, damit die Streuobstwiese weiterhin bestehen kann. So seien Streuobstwiesen die Grundlage für den hessischen Apfelwein und wer diesen trinkt, unterstützt laut Hormann auch den Erhalt von Streuobstwiesen. Foto: privat

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