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Zunehmende Reifenmenge bereitet Sorgen

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Auf dem Außengelände des Reifenlagers »An der Pfingstweide« türmen sich zwar meterhohe Reifenstapel in Gitterboxen, ansonsten herrscht aber Tohuwabohu. Foto: Heller © Heller

Staufenberg (voh). Seit 2003 dürfen alte Autoreifen nicht mehr auf eine Deponie gebracht werden, denn außer Gummi besteht der Reifen aus einer Vielzahl von Materialien die teilweise schädlich für die Umwelt sind. Für die Lager von Reifenhändlern ist daher eine Überdachung oder mindestens fester Untergrund (Beton) vorgeschrieben.

Das Reifenlager »An der Pfingstweide« (Mainzlar) gegenüber dem RHI-Magnesita-Werk ist mittlerweile weit über die vorhandene Lagerhalle hinaus gewachsen. Auf dem Außengelände türmen sich zwar meterhohe Reifenstapel in Gitterboxen, ansonsten herrscht aber ein Reifen-Tohuwabohu. Das Problem beschäftigte jetzt auch den gemeinsamen Ortsbeirat Staufenberg, Mainzlar, Daubringen.

Bürgermeister Peter Gefeller berichtete den Sachstand aus Sicht der Verwaltung. Jene Container mit Reifen, die bisher außerhalb des eingezäunten Geländes standen, seien entfernt worden. Die zunehmende Reifenmenge bereite Sorgen. Südlich der Bahntrasse, also unweit des Lagers, beginne das Wasserschutzgebiet mit den beiden Mainzlarer Tiefbrunnen. Man könne nur hoffen, dass keine Schadstoffe in den Untergrund gelangten. Im Falle eines Brandes müsse aber damit gerechnet werden.

Zuständig für die Überwachung der Vorschriften sind die Untere Naturschutzbehörde und die Bauaufsicht des Landkreises Gießen. Bürgermeister Gefeller erinnert die Behörden, regelmäßig ihre Pflicht zu tun. Bisher wartet die Verwaltung im Rathaus vergebens auf eine angemessene Behördenmaßnahme.

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