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Zwölf Anträgen zur Änderung zugestimmt

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Staufenberg (sle). In der jüngsten Staufenberger Stadtverordnetenversammlung in der Stadthalle begrüßte der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Wilfried Schmied auch Mathias Wolf vom Planungsbüro Fischer, der den Entwurf des neuen Regionalplanes vorstellte.

Bis zum 25. März müssen die Städte und Gemeinden eine vorläufige Stellungnahme abgeben, Wolf vermutete, dass es aufgrund zahlreicher Rückmeldungen dann zu einer erneuten Offenlegung kommen wird. Wolf erläuterte die insgesamt zwölf Änderungsanträge, wobei er bemerkte, dass Staufenberg bei Siedlungsflächen gut weggekommen sei. Dabei warb er, diese nicht zu stark zu reduzieren, um sich nicht die Möglichkeit eines Flächentausches zu verbauen.

Es gab längere Diskussionen, so hatte Dr. Burkhard Staude (GAL) freimütig bekannt, dass der Entwurf ihm ziemliche Bauchschmerzen bereitet habe. Vorrangflächen für gewerbliche Siedlungsflächen seien gegenüber dem neuen Plan kaum reduziert worden. Auch Ralph Wildner (GAL) konnte dies nicht erkennen, ihm ging es um die Landwirtschaft. Er forderte, landwirtschaftlichen Flächen einen höheren Stellenwert zuzumessen und künftig lieber in die Höhe zu bauen, damit weniger Fläche versiegelt wird.

Keine großen Baugrundstücke

In diesem Zusammenhang war eine Aussage von Wolf interessant: Für Staufenberg wird bis zum Jahr 2035 nach einer Prognose ein moderates Wachstum von 2,4 Prozent vorhergesagt. Der Regionalplan sieht für Staufenberg 19 Hektar Fläche vor, was Wolf zu der Aussage veranlasste, dass die Zeiten, Baugrundstücke mit 900 bis 1000 Quadratmetern auszuweisen, endgültig vorbei seien. Er informierte auch, dass ein regionaler Grünzug laut Plan bis zur Grenze von Allendorf ausgeweitet werden soll. Dort wird es dann nicht mehr möglich sein, zu bauen. Auch in Treis gebe es keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr.

Mehrere kleine Flächen sind in Mainzlar im Plan vorgesehen, nur die linke Fläche Richtung Treis und Aussiedlerhof wird beibehalten, auf die rechte Fläche wird verzichtet. Am Ortseingang Daubringen Richtung Hangelstein entlang der Gießener Straße fällt die Fläche weg. Gestrichen werden auch die beiden Teilflächen am Ruhestein, Richtung Hof Müller und Friedhof.

Allen zwölf Anträgen wurde vom Parlament zugestimmt, mal einstimmig oder auch mehrheitlich.

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