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2021 deutlich höhere Überschüsse als geplant

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Von: Thomas Wißner

Wettenberg (twi). Erfreuliches hatte Bürgermeister Marc Nees (parteilos) in der Gemeindevertretersitzung im Bürgerhaus Launsbach zu berichten, als er die wesentlichsten Ergebnisse des Jahresabschlusses 2021 vermeldete. »Das Rechnungsjahr 2021 konnte sowohl im ordentlichen als auch im außerordentlichen Ergebnis mit deutlich höheren Überschüssen als geplant abgeschlossen werden.

Die Ergebnisverbesserung im ordentlichen Ergebnis liegt insbesondere in den Mehrerträgen aus der Einkommen- und Gewerbesteuer, einer Finanzhilfe des Landkreises Gießen und höheren Schlüsselzuweisungen begründet. Zudem lagen die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen deutlich unter der Planung, unter anderem durch die ausgefallenen Veranstaltungen wie Golden Oldies, Krämer- und Märchenmarkt. Diesen stehen jedoch auch Einnahmeausfälle aus Eintritts- und Sponsorengeldern, gegenüber. Die überdurchschnittlichen Steuererträge führten im Gegenzug auch zu höheren Rückstellungen für die Kreis- und Schulumlage zugunsten der Folgejahre sowie höheren Aufwendungen für die Gewerbesteuer- und Heimatumlage. Die Verbesserung des außerordentlichen Ergebnisses resultiert im Wesentlichen aus dem Erlös einer Minderzuteilung aus dem vereinfachten Umlegungsverfahren »Alte Straße« in Höhe von 23 000 Euro, der gebuchten Wertaufholung an der Beteiligung »Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke« über 70 000 Euro und der Auflösung nicht benötigter Instandhaltungsrückstellungen aus dem Jahresabschluss 2020 über 369 000 Euro. Hier wurde insbesondere die Sanierung der Stützmauer in der Höhenstraße mit 338 000 Euro nicht umgesetzt, da Messungen eine ausreichende Stabilität der Mauer und somit zunächst keinen Sanierungsbedarf belegten.

Viele Investitionen

Der Überschuss in Höhe von 1,618 Millionen Euro floss mit 110 000 Euro in die Sonderrücklage Sozialstation. Gleichzeitig wurden aus der Sonderrücklage Wald 156 000 Euro zur Deckung der Fehlbeträge in diesen Teilhaushalten entnommen. Die Ergebnisrücklage des ordentlichen Ergebnisses konnte somit noch um rund 1,664 Millionen Euro erhöht werden, die des außerordentlichen Ergebnisses um 513 000 Euro.

Die Ergebnisrücklagen belaufen sich zum Jahresultimo 2021 auf gesamt 17,689 Millionen Euro. »Ausdrücklich sei darauf hingewiesen, dass es sich hier um eine Ergebnisrücklage handelt, der größtenteils keine liquiden Mittel gegenüberstehen, sondern Anlagevermögen. Die Eigenkapitalausstattung der Gemeinde stieg im Jahr 2021 um knapp 1,57 Millionen Euro um 4,27 Prozent gegenüber 2020. Die Verbindlichkeiten aus Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen und kreditähnlichen Rechtsgeschäften konnten um gut 362 000 Euro reduziert werden. Die Kreditermächtigung des Jahres 2020 konnte verfallen. Die Aufnahme des im Jahr 2021 geplanten Investitionskredites wird voraussichtlich Ende 2022 oder Anfang 2023 - rechtzeitig vor dem Verfall der Ermächtigung - in Anspruch genommen werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank Ende 2021 auf 548,99 Euro. Dem steht ein Geldbestand in der Kasse von 593,13 Euro pro Kopf gegenüber«, so Nees.

Investitionsschwerpunkte im vergangenen Jahr waren die Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen für den Betriebshof, ein Fahrgestell und die feuerwehrtechnische Beladung für die beiden TSF-W für die Ortsteile Launsbach und Wißmar, Planungskosten für den Neubau der Kita Finkenweg, die Herstellung der Außenanlage der Kita Mäusenest und Zwergenland, der Bau der Mehrgenerationenplätze in Wißmar und Krofdorf-Gleiberg, die grundhafte Erneuerung der Bergstraße und eines Teilbereiches der Gießener Straße, die Erschließung des Gewerbeparks Nord und die grundhafte Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Gleiberg.

»An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die Entwicklungen im Jahr 2022 ein deutlich verschlechtertes Jahresergebnis erwarten lassen«.

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