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Burg Gleiberg wird unermüdlich saniert

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Anita Schneider (Mitte) überreichte den Bewilligungsbescheid im Beisein von Yilmaz Gökalp, Jürgen Leib (Schriftführer Gleiberg-Verein), Charlotte Bairstow, Bürgermeister Marc Nees und Karlfried Philipp (Schatzmeister Gleiberg-Verein, v.l.) an Gerhard Schmidt. Foto: Mattern © Mattern

Landrätin Schneider hat einen Bewilligungsbescheid über 10 000 Euro an den Gleiberg-Verein übergeben.

Wettenberg (mav). Jeder Euro zählt und unterstützt den Gleiberg-Verein bei seiner wichtigsten Aufgabe: Dem Erhalt der über 1000 Jahre alten Burg Gleiberg. Dieser Pflicht kommen die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder seit der Gründung des Vereins 1837 nach. Dessen ist sich auch Landrätin Anita Schneider (SPD) bewusst, die zusammen mit Charlotte Bairstow von der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises einen Bewilligungsbescheid über 10 000 Euro übergab.

Beide Damen würdigten die Arbeit des Vereins. Ein Denkmal zu schützen, bedeute auch eine finanzielle Unterstützung. Deshalb sei es wichtig, dass Denkmalpflege beim Kreis nun eine Pflichtaufgabe sei, mit entsprechendem Pflichtbudget. Es gäbe kaum einen besseren Geschichtsunterricht, als den Menschen solche Baudenkmäler zugänglich zu machen. Nur so könne Geschichte hautnah erlebt und in die Historie eingeordnet werden.

Die Attraktivität der Burg Gleiberg lebe aber nicht nur vom unermüdlichen Sanieren und Restaurieren und dem vielfältigen Kulturangebot, dem sich der Verein ebenfalls verpflichtet sehe, sondern auch von der hervorragend geführten Gastronomie, lobte Schneider ausdrücklich den Pächter Axel Horn.

Die Kreisdenkmalpflegerin sprach von einer fortwährenden konstruktiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Gleiberg-Verein und Fachleuten wie dem Planer Yilmaz Gökalp, der beim Termin mit dabei war.

Der stellvertretende Vorsitzende Gerhard Schmidt skizzierte die wichtigsten Maßnahmen der vergangenen zehn Jahre. Größtes und mit 420 000 Euro kostenintensivstes Projekt war die Sanierung des Bergfried. Jüngst fertiggestellt wurden Arbeiten an der Stützmauer des Merenberger Giebels. Weitere große Maßnahmen waren die Sanierung der Schildmauer der Oberburg mit dem Giebel des Albertusbaues, die Investitionen in die Wirtschaftsgebäude der Gastronomie, der Austausch der Fenster im Rittersaal und die Maßnahmen zur Erfüllung der brandschutzrechtlichen Auflagen.

Man sei froh und dankbar über die unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Fachbehörden, sagte Schmidt und danke Charlotte Bairstow, aber auch Dr. Katharina Benak vom Landesamt für Denkmalpflege.

Bürgermeister Marc Nees bezeichnete die Burg als Identifikationsbau für die Menschen aus der Region. Mit Blick auf die Zusammenarbeit zwischen Gleiberg-Verein und Gesamtschule Gleiberger Land machte er deutlich, wie wichtig es sei, junge Leute für die Arbeit des Vereins zu begeistern.

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