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Defizit ein Invest in den Wald

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Von: Lukas Jahn

Wettenberg (ljh). Die aktuell gute Lage am Holzmarkt mit hohen Preisen führt zwar zu finanzieller Entspannung bei den kommunalen Wäldern, die Förster sind allerdings trotzdem seit längerem sehr besorgt um den Forst: Die Auswirkungen des Klimawandels machen den heimischen Wäldern schwer zu schaffen. »Dem Wald geht es nach wie vor schlecht«, musste so auch der Leiter des Forstamtes Wettenberg Ralf Jäkel in der Sitzung des Umweltausschusses feststellen.

Die finanziellen Rahmenbedingungen für das kommende Jahr erläuterte Revierförster Yannik Necker. Insgesamt sieht der Forstwirtschaftsplan ein Defizit von rund 57 000 Euro vor. Noch nicht inkludiert in den Berechnungen sind die geplanten zwei Ausbildungsplätze für gemeindeeigene Forstwirte. Diesen Fehlbetrag ist man in der Wettenberger Kommunalpolitik aber auch gerne bereit, hinzunehmen angesichts notwendiger Maßnahmen gegen den Klimawandel und zum Erhalt des Forsts. Das Defizit sei ein »Invest in den Wald«, wie Bürgermeister Marc Nees (parteilos) betonte. Die Zahlen sind allerdings noch mit einer gewissen Unsicherheit belastet, die Entwicklung des Holzmarktes ist schwer zu prognostizieren. Hohe Nachfrage und entsprechend hohe Preise hatten im vergangen Jahr für hohe Erträge im Haushalt des Wettenberger Forsts gesorgt. Man wird 2022 wahrscheinlich sogar mit schwarzen Zahlen, also ohne Fehlbetrag, abschließen können, wie Necker berichtete.

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