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Der Beginn einer sechsjährigen Reise

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Marc Nees wird vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung Hans-Peter Steckbauer als neuer Bürgermeister der Gemeinde Wettenberg vereidigt. © Theis

Marc Nees wurde am Donnerstagabend in der Mehrzweckhalle in Korfdorf Gleiberg als neuer Bürgermeister ins Amt eingeführt.

Wettenberg (lth). Knappe zwei Wochen stand die Gemeinde Wettenberg ohne Bürgermeister da. Bei seiner eigentlichen Amtseinführung am 27. Januar konnte der neue Bürgermeister Marc Nees (parteilos) aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, weswegen der Termin verschoben werden musste. Am Donnerstagabend konnte der Akt der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters der Gemeinde Wettenberg schließlich vollzogen werden.

Mit genügend Abstand und vorherigen Anmeldung der Teilnehmer, war die Mehrzweckhalle in Krofdorf-Gleiberg voll besetzt. Wie der Vorsitzende der Gemeindevertretung Hans-Peter Steckbauer (SPD) mitteilte, soll die ebenfalls ausgefallene Verabschiedung des alten Bürgermeisters Thomas Brunner (SPD) voraussichtlich im April nachgeholt werden.

Per Handschlag sowie mit den besten Wünschen zu Gesundheit, Durchhaltevermögen und Objektivität verpflichtete Steckbauer in seinem Amt als Vorsitzenden der Gemeindevertretung Marc Nees für die nächsten sechs Jahre als Bürgermeister der Gemeinde Wettenberg. Die anschließende Aushändigung der Urkunde über die Berufung in das Amt des Bürgermeisters obliegt laut Hessischer Gemeindeordnung eigentlich dem amtierenden Bürgermeister. Da dieser allerdings bekanntlich seit 1. Februar eine neue Arbeitsstelle begonnen hat, händigte Ralf Volgmann in seiner Position als Erster Beigeordneter Marc Nees die Urkunde aus.

»Es ist für mich eine Situation wie vor einer sechsjährigen Reise, bei der die Stationen bekannt sind und auch einige Hotels bereits gebucht sind, aber was genau auf dieser Reise passieren wird und welchen Herausforderungen ich mich stellen muss, das steht in diesem Moment noch nicht fest«, stiegt Nees in seiner Begrüßungsrede ein. Er verspühre große Vorfreude und Tatendrang, denn für seine »Reise« habe er bereits Vorbereitungen getroffen. Dies seien überwiegend Ideen für die Arbeit in den kommenden Jahren, aber auch theoretische Grundlagen habe er sich in den vergangenen Monaten angelesen. Dazu habe er Gespräche mit wichtigen Personen und Entscheidungsträgern führen können.

»Chance für Wettenberg«

Dass Nees als parteiloser Bürgermeister keine Mehrheit in der Gemeindevertretung hinter sich hat, sieht er keinesfalls als Nachteil sondern vielmehr als »Chance für Wettenberg.« In dieser Konstellation müsse man auf allen Ebenen Interesse an einem ehrlichen, vollständigen und zielorientierten Meinungsaustausch bei der Vorbereitung sowie bei der Umsetzung von Projekten haben, erklärte der 51-jährige Wißmarer.

Rückblickend auf den Wahlkampf hoffe er, dass dieser von allen Seiten abgearbeitet und abgeschlossen sei. Denn der Blick zurück helfe aus seiner Sicht nicht weiter, um die Aufgaben der Gemeinde lösen zu könne. »Ich reiche allen Personen die Hand, die für eine faire, professionelle und am Wohl der Gemeinde orientierten Zusammenarbeit einstehen, ganz egal welchen Lagers oder zu welchem Bewerber sie sich ursprünglich bekannt haben«, verkündete der neue Bürgermeister.

Waren sie vor rund dreieinhalb Monaten während des Wahlkampfes noch direkte Konkurrenten, müssen Marc Nees und sein Stellvertreter als gewählter Erster Beigeordneter, Ralf Volgmann künftig eng zusammen arbeiten. Da es Nees als Bürgermeister obliegt die Zuständigkeiten im Gemeindevorstand zu verteilen richtete er während seiner Rede das Wort direkt an Volgmann persönlich. Dieser hatte im vergangenen Jahr die Zuständigkeit für die Entwicklung der Kindertagesstätten und des Jugendbüros übertragen bekommen. »Nach mehreren Gesprächen möchte ich diese auch in seinen Händen belassen. Er hat gerade im Bürgermeisterwahlkampf gezeigt, dass ihm insbesondere die Kinder- und Jugendarbeit am Herzen liegt und seine Kompetenzen in diesem Bereich sind unumstritten«, so die lobenden Worte des neuen Bürgermeistern an seinen Stellvertreter.

Abschließend wies Nees noch einmal auf sein Wahlkampfmotto: »Wohlfühlen in Wettenberg« hin. Das bleibe weiterhin für ihn sein zentrales Thema. Die Punkte seines Wahlprogrammes will er künftig mitnehmen und mit den Entscheidungsträgern gemeinsam darüber nachdenken, wie diese umgesetzt werden können.

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