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Drei Tage Biker-Party am See für den guten Zweck

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Der Wißmarer See fest in Bikerhänden. Foto: Mattern © Mattern

Fünf Motorradclubs machten das Freizeitgelände um den Wißmarer See drei Tage lang zu ihrem Zuhause. Und das alles für den guten Zweck, denn der Erlös kommt mehreren Einrichtungen zugute.

Wettenberg (mav). Nichts für schwache Nerven: Die besondere Härte und Intensität von Heavy-Metal-Musik war Teil des atmosphärischen Erlebnisses, mitgeprägt durch die bekannte Band »Still Counting«, die mit ihre Auftritt die Beschaulichkeit und Ruhe von Camperidyll auf dem Freizeitgelände Wißmarer See auflöste.

Fünf Motorradclubs machten dort drei Tage lang den Ort zu ihrem Zuhause. Die »Abutres«, der »Harley Davidson-Club Lahntal«, die »Old Germans«, die »Crusaders Germany« und die »Old Souls Brotherhood« waren mit ihrem zweirädrigen Donnervögeln angerückt, um gemeinsam zu feiern. Da bebte dann schon mal die Erde.

Doch friedlich ging es zu, zwischen all den Clubmitgliedern, mit ihrem unterschiedlichen Erkennungszeichen und auch unterschiedlich festen Strukturen. »Bikers für Charity« lautete das Motto, das über allem stand und die fünf Clubs hatten im vergangenen Jahr gemeinsam einen Verein mit der Zielsetzung ins Leben gerufen, Wohltätigkeitsveranstaltungen zu organisieren und durchzuführen.

Für hilfsbedürftige Menschen

So sehe man nicht nur in Freiheit und Lebendigkeit wichtige Elemente des Lifestyles, sondern auch in der Verantwortung gegenüber hilfsbedürftigen Menschen, sagte Chris Schäfer, Direktor des Vereins. Der Erlös des mehrtägigen Bikerfestivals wird gleich mehreren Einrichtungen zugutekommen, unter anderem dem Kinderhospiz in Marburg, der Hephata-Diakonie Marburg und auch dem Haus Hohensolms, einem Heim für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche, von denen einige mit ihren Betreuerinnen und Betreuer ganz besondere Gäste des Motorradclub-Treffens sein durften.

Es gab nicht nur freien Eintritt sowie kostenloses Essen und Getränke, auch eine kleine Tour auf den stylischen Motorrädern war ein Angebot der Gastgeber, ebenso wie der Spaß auf einer Hüpfburg oder beim Kinderschminken dazugehörten.

Negativimage aufpoliert

Raue Gesellen in Lederkluft und markanten Tattoos, aber mit viel Herz setzten zu Hunderten, aus ganz Deutschland kommend, einen bemerkenswerten Akzent, um auch vielleicht etwas das vielen Motorradclubs anhaftende Negativimage aufzupolieren.

Neben Livemusik folgte anderentags beim Familientag das Angebot einer Shoppingmeile, Foodtrucks und am letzten Veranstaltungstag gab es einen Bike-Contest, unter anderem mit der Auslobung eines Preises für die weiteste Anreise. Vielen Organisationen und Institutionen sei man für die Unterstützung zu großem Dank verpflichtet, sagte Chris Schäfer und nannte beispielhaft den Pächter des Sees, Mike Will und die Firma JS Sound & Light mit Inhaber Tobias Janson.

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