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Einstimmig für Neubau

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Die Optik der »Eule« soll beim Neubau des Hochbehälters erhalten bleiben. Foto: Jahn © Jahn

Die Wettenberger Gemeindevertretung sprach sich in ihrer Sitzung einstimmig für einen Neubau des sanierungsbedürftigen Hochbehälters an der »Eule« auf dem Gleiberg aus.

Wettenberg (ljh). Nun soll es doch ein Neubau des sanierungsbedürftigen Hochbehälters an der »Eule« auf dem Gleiberg werden. Dafür sprach sich die Wettenberger Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag in der Krofdorfer Mehrzweckhalle einstimmig aus.

Damit folgen die Gemeindevertreter dem Votum der Betriebskommission der Gemeindewerke, die nach Konsultation von Sachverständigen entgegen früherer Überlegungen ebenfalls den Neubau des 1912 errichteten Behälters empfohlen hatte. Aufgrund der vorherigen Planungen ist im Wirtschaftsplan des Eigenbetriebes bereits eine entsprechende Summe vorhanden, die nun genutzt werden kann.

Geringere Belastungen

Entscheidend für den politischen Meinungswechsel sind die so geringeren Belastungen für die Wettenberger Bürgerinnen und Bürger. Bei einer Sanierung hätten die Kosten innerhalb von fünf Jahren über eine Erhöhung der Benutzungsgebühren von mindestens 30 Cent pro Kubikmeter gegenfinanziert werden müssen, mit einem Neubau werden die Kosten längerfristiger verteilt. Zudem wird gemäß den aktuellen Plänen der Neubau komplett im Hang des Gleibergs erfolgen, sodass der Blick auf den Gleiberg nicht beeinträchtigt werden wird. Auch die aktuelle Optik der Fassade der »Eule« soll möglichst erhalten bleiben.

Ein gewisser Zeitdruck herrscht bei der Entscheidung über die zukünftige Ausgestaltung des »Bussis«. Aktuell läuft die Planung eines Fahrplanes für ein Anruflinientaxi gemeinsam mit der Nachbargemeinde Biebertal. Die Auswertung einer Befragung der Bevölkerung in den beiden Kommunen hatte zuletzt wenig neue Erkenntnisse gebracht. Dr. Gerhard Noeske (CDU) betonte, dass man für die Verkehrswende auch ein ÖPNV-Angebot beispielsweise zum Gießener Bahnhof mitdenken müsse, um Pendlern eine einfachere Reise zum Beispiel nach Frankfurt zu ermöglichen.

Die Idee einer Schnellverbindung zum Bahnhof, konkret in die Gießener Lahnstraße, habe man bereits beim Landkreis angeregt, wie Bürgermeister Nees mitteilte. Das Thema der Zukunft des »Bussis« bleibt im Geschäftsgang, Nees hofft, nach der Sommerpause konkretere Planungen vorlegen zu können.

Einen anderen Umgang mit gemeindlichen Grünflächen wünschen sich alle Fraktionen. Ausgangspunkt der Diskussion war ein Antrag von SPD und Grünen, in dem diese ein Konzept für eine naturverträglichere Pflege anregen. Konkret hält man das schlichte kurzhalten von Rasen für nicht mehr ökologisch angemessen. Vielmehr solle wiesenähnlicher Aufwuchs für eine Erhöhung der Artenvielfalt sorgen, wie Hans Karpenstein (SPD) ausführte.

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