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Ende einer Ära beim Wettenberger Naturschutzbund

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Anne Spitzner (r.) und Tim Mattern danken Ines, Hans-Richard und Karin Wegener (von links). © Nabu Wettenberg

Der langjährige Vorsitzende des Nabu Wettenberg Hans-Richard Wegener zieht sich nach 32 Jahren als Vorsitzender zurück.

Wettenberg (red). Beim NABU Wettenberg endete am vergangenen Sonntag eine Ära: Hans-Richard Wegener zog sich nach 39 Jahren, davon 32 als Vorsitzender, aus dem Vorstand zurück. Sein Amt hatte er bereits im Sommer vergangenen Jahres aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt.

Es waren emotionale Momente, als Wegener eine kleine Rückschau auf das Erreichte hielt und die Gründe für seinen Rückzug darlegte. Anne Spitzner und Tim Mattern verabschiedeten ihn herzlich: »Du hast es geschafft, so viele Leute in die Naturschutzarbeit zu integrieren und bei der Stange zu halten. Vieles im Wettenberger Naturschutz trägt deine Handschrift, dafür gebührt dir großer Dank.« Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

»Hinter jedem Vorstandsmitglied steht ein Partner oder eine Familie, die das Ganze erdulden und unterstützen.« Und so galt der Dank stellvertretend für alle Familienangehörigen der Vorstandsmitglieder auch seiner Frau Karin.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurden des Weiteren Ines Wegener und Udo Steiger, die bei den Vorstandsneuwahlen bei der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Verfügung standen. Auch ihnen galt Dank für die langjährige Mitarbeit.

Den Vorstandswahlen im NABU Wettenberg und dem zugehörigen Verein zur Förderung des Natur- und Vogelschutzes waren Satzungsänderungen vorangegangen. Kernpunkt war, einen Teamvorstand zu bilden. Zudem wurde die Satzung gemäß den aktuellen Vorgaben des Bundesverbands neu gefasst.

Als Vorstandssprecher in beiden Vereinen wurden Anne Spitzner, Dietrich Schulze-Horn, Peter Pfaff, Oliver Wegener und Tim Mattern gewählt. Beisitzer im NABU sind Anne Kirch, Ralf Bremer, Reinhold Stork, Günter Seipp, Egon Pfaff und Yannick Necker. Beisitzer im Förderverein sind Jürgen Thau und Günter Seipp.

Der Tätigkeitsbericht für die vergangenen Jahre ist den Ausgaben der Vereinszeitschrift »Zilpzalp« zu entnehmen. Tim Mattern resümierte, dass wegen der Pandemie zwar die meisten Veranstaltungen ausgesetzt wurden, die Naturschutzarbeit dennoch weiterging.

Erfassung naturkundlicher Daten, Nisthilfenkontrollen, kleinere Arbeitseinsätze, Vereinsorganisation und Stellungnahmen zu Planungsverfahren waren unter anderem die Tätigkeiten »im Hintergrund«. Als eine große Aufgabe für die Zukunft sieht er, wie man dem überbordenden Freizeitdruck begegnen könne. »Natur und Landschaft leiden darunter, vieles wird Unwissenheit bei den Freizeittreibenden sein. Wir als NABU sind hier gefragt, entsprechende Aufklärung zu leisten.«

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