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Fällungen minimieren das Risiko

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Wettenberg (red). Bäume sorgen für frische Luft und grüne Quartiere. Sie produzieren Sauerstoff und sind Lebensraum für unsere Insekten und Vogelwelt. Aber selbst die prächtigsten Bäume leben nicht ewig. Wenn sie alt oder krank sind, werden sie manchmal zum Risiko. Baumfällungen sind ein sensibles Thema. Natürlich darf kein Baum einfach so abgesägt werden.

Die Gemeinde Wettenberg lässt jedes Jahr alle Bäume auf öffentlichen Grundstücken innerhalb der Ortslagen durch ein Baumkontroll- und Sachverständigen Büro für Baumstatik untersuchen. Ein Gutachter hat jedes Exemplar begutachtet und festgestellt, wo totes Holz ausgesägt, Äste gekürzt oder Kronensicherungen eingebaut werden müssen. In Zweifelsfällen werden weitergehende messtechnische Untersuchungen zur Baumstabilität durchgeführt. Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre haben ihre Auswirkungen nicht nur im Gemeindewald, sondern auch bei den Baumbeständen in unseren Dörfern. Probleme haben vor allem die Kugelakazien mit Fäulnis durch Pilzbefall in den Wurzeln und im Kronenbereich. Deshalb hat der Gutachter empfohlen, die Kronen zur Entlastung der Bäume auf den Kronenansatz zurückzunehmen.

Die größte Maßnahme dieses Jahr ist die Beräumung des Baufeldes für den neuen Kindergarten Finkenweg zwischen der »Burgstraße« und der Straße »Am Finkenweg« im OT Krofdorf-Gleiberg. Hier müssen die Haselnussgehölze und die meisten Bäume auch am Lindenrondell gefällt werden. Vor der Fällmaßnahme wurden die Gehölze und Bäume durch das Büro PlanÖ aus Biebertal faunistisch auf Baumhöhlen, Höhlenüberwinterer und Fledermausquartiere untersucht. Es wurden mehrere Bäume mit Baumhöhlen festgestellt. Im Rahmen der Baumhöhlenkontrolle mittels Endoskopkamera konnten keine Spuren (Kotansammlungen, Urinspuren usw.) gefunden werden, die auf regelmäßige Quartiere oder Wochenstuben von Fledermäusen hinweisen. Hinweise auf eine Nutzung der Baumhöhlen durch Vögel (Nester oder Nistmaterial) wurden nicht festgestellt. Auch die in den 1980er Jahren aus Anlass besonderer Partnerschaftsbegegnungen mit Sorgues gepflanzten Platanen, die zur Straße hin von den Gesangvereinen Krofdorf 1842 und Amista Sorgues und die Platane am Übergang zum Spielfeld von DFG und Comité de Jumelage müssen dem neuen Kindergarten weichen. Es ist geplant mit den betroffenen Vereinen nach Fertigstellung der Kita gemeinsam Neupflanzungen durchzuführen.

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