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Für jeden Geschmack ist etwas dabei

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Dieterich Emde, Anita Schneider, Barbara Yeo-Emde, Karlfried Philipp und Gerhard Schmidt blicken hoffnungsvoll nach vorne bei der Vorstellung der auf der Burg Gleiberg geplanten Kulturaufführungen. © Mattern

Mit »Gleiberg rocks« geht es am 15. Juni los, mit Adventskonzerten klingt das in der Albertusklause der Burg Gleiberg vorgestellte Kulturprogramm aus. Sieben Angebote sind insgesamt geplant.

Wettenberg (mav). Der Fahrplan steht, um der Kultur in vielfältiger Weise auf der Burg Gleiberg wieder eine Bühne zu bieten. In der Albertusklause trafen sich der Vorsitzende des Gleiberg-Vereins, Andreas Kraft, und mit dem zweiten Vorsitzenden Gerhard Schmidt und Schatzmeister Karlfried Philipp jene beiden, die mit Barbara Yeo-Emde und Dieterich Emde vom Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) die Events vorbereiten. Auch Landrätin Anita Schneider, Schirmherrin des Afrikakonzertes, war vor Ort.

»Gleiberg rocks« bildet den Auftakt

Insgesamt sind derzeit sieben Angebote in Planung und den Auftakt macht am 15. Juni »Gleiberg rocks«. Das Festival, ausgerichtet von der Wettenberger Agentur SG Events & Medien, soll mit dem bereits für 2020 vorgesehenen Programm stattfinden. »Nach den jüngsten Entwicklungen gehen wir davon aus, dass dies unter normalen Bedingungen sein wird«, sagte Veranstalterin Sabine Glinke auf Anfrage.

Aus Italien reist die Tribute-Band »Drones« an, die sich der Musik der britischen Art-Rocker »Muse« widmet. Davor spielen die lokal bekannten »Sophisticated Butcherfingers«. Das ursprünglich geplante Reunion-Konzert von »Campaign like Clockwork« kann nicht stattfinden, dafür spielt deren Frontmann Rafael Cano, der bereits bei »Gleiberg rocks light« im September 2021 am Start war, mit seinem Solo-Projekt »Rafael Cano & Friends«.

Afrikakonzert am 19. Juni

Am 19. Juni folgt das Afrikakonzert. Der Verein Domou Afrika veranstaltet dieses Jahr zum zweiten Mal ein Afrikakonzert auf Burg Gleiberg. »Das Ziel unserer Veranstaltung ist es in erster Linie, die afrikanische Kultur näherzubringen«, sagt der Initiator Fallou Sy. Die Einnahmen fließen in eine Musikschule, die der Verein im Senegal aufbauen möchte.

Als Hauptakt tritt das »Trio Dakar« auf. Pape Samory Seck & Mike Herting bringen in dieser Formation internationale Musiker aus dem Senegal und Deutschland zusammen. Angefeuert wird die Musik durch senegalesische Rhythmen, gespielt von Pape Samory Seck, in Verbindung mit dem virtuos gespielten Piano von Mike Herting, der in diesem aufregenden Experiment den harmonischen Gegenpunkt setzt. Der senegalesische Sänger Mame Balla Diouf vereint mit seiner ausdrucksstarken Stimme die beiden Komponenten miteinander und macht so die Überschneidungen zwischen den kulturellen Welten zweier Kontinente sichtbar.

Um Schiller geht es dann am 3. Juli. Mit Philipp Mosetter und Michael Quast gastieren zwei ebenfalls nicht unbekannte Gesichter auf Burg Gleiberg. Sie kommen von der Volksbühne Frankfurt und bringen das gesamte dramatische Werk Friedrichs Schillers auf die Bühne.

Der Apfel als Schillers Lebensmotiv spielt in diesem Programm ebenso eine Rolle wie die Bedeutung von Schillers Krankheiten für seine Werke. Im Grunde war er pausenlos krank, vom kräftigen Husten in der Kadettenanstalt bis zur finalen Tuberkulose in Weimar. »Schiller - Verrat, Verrat und hinten scheint die Sonne« heißt das Stück.

Mit »Sommerträume« geht es am 15. Juli weiter. Sie bestehen aus klassischer Posaunenmusik mit Klavierbegleitung, dargeboten von Martin Wilhelmi (Posaune) und Hermann Wilhelmi (Klavier). Auf fetzigen Blues mit den Künstlern Tony Hudspeth (Gitarre) und seine Mitstreiter im Trio, Peter Herrmann (Bass) und Joe Bonica (Drums), dürfen sich die Gäste ebenfalls freuen.

Zu hören sein werden außerdem Ingi Fett, Gabriele Riedl, Nora Schmidt und Barbara Yeo-Emde - alle beheimatet im Gleiberger Land, die als Quartett und als Solistinnen auftreten. Sie präsentieren eine Mixtur aus Operette, Pop und Rock, französischen Chansons, Musicals, Swing, Latin und Jazz und werden teilweise begleitet von Hermann Wilhelmi.

Anekdoten von Dr. Jürgen Leib

Die »Sommerträume« erfahren einen charmant-lustigen Part durch Dr. Jürgen Leib vom Gleiberger-Verein, der diesen Abend als Conférencier schmücken wird, mit Anekdoten aus der Burg- und Vereinsgeschichte.

Auch an die Jugend wurde bei der Zusammenstellung des Kulturprogramms gedacht. Luca Kraft, Sohn des Vorsitzenden, wird am Freitag, 5. August, ein Konzert mit seiner Band »Juice Funk Deluxe« veranstalten. Die Band, bestehend aus Schlagzeug, zwei Gitarren, Bass, Keyboard, Bläsern und zwei Sängerinnen, spielt Musik der 80er bis 2000er Jahre zum Tanzen. Zum Vortrag kommen Coverversionen von Peter Gabriel, Temptations, Mac Miller, Rolling Stones und anderen. Burgwirt Axel Horn übernimmt für alle Konzerte die Bewirtung.

Nora Schmidt läutet Spätsommer ein

Am 4. September wird Nora Schmidt mit ihrer Band zu hören sein. Mitstreiter sind Tobias Lauber (Piano), Frank Höfliger (Bass), Manfred Becker (Akkordeon), Burkhard Mayer (Gitarre) und Andreas Kühr (Schlagzeug). Programmtechnisch wird es bei »Lieder, Songs, Chansons ...« bleiben, wobei die Chansons den Schwerpunkt bilden sollen. Die Gäste dürfen sich aber auch auf deutschsprachige Lieder und die eine oder andere Popballade freuen.

Adventskonzert zum Abschluss

Einen Neustart - nachdem vergangenes Jahr wegen der verschärften Pandemiebestimmungen das Adventskonzert leider abgesagt wurde - macht das Duo Balladeire mit HO. Moritz und Christine Burock. Die Formation beeindruckt mit einer Vielfalt aus selbst arrangierten Stücken und aus dem Singer/Songwriter-Pop- und Folk-Umfeld. Jahreszeitlich angepasste Lieder aus verschiedenen Ländern bringen das Duo mit und dabei sollen auch Stücke in verschiedenen Sprachen zum Vortrag kommen. Dieses Konzert am zweiten oder dritten Advent bildet den Abschluss im Konzertreigen des Jahres.

Wie in den Vorjahren werden die Kulturveranstaltungen auf der Burg Gleiberg durch den Kultursommer Mittelhessen finanziell und werblich unterstützt.

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