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»Hui! Wäller? - Allemol!«

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Roland Lay (rechts oben) ehrt die Jubilare des Hauptvereins. Foto: Mattern © Mattern

Die Wäller aus Wißmar holen mit einem Festakt ihr 100-jähriges Bestehen nach.

Wettenberg (mav). »Hui! Wäller? - Allemol!« - mehrfach erklang der Ruf vom »Gruberg«, jenem Gelände, das mit seinen 7000 Quadratmetern und dem Wanderheim so oft gelobt wurde als Aushängeschild für Wettenberg und die Region. Auf dieser gepflegten vereinseigenen Anlage feierte der Zweigverein Wißmar des Westerwaldvereins im Jahr seines 101-jährigen Bestehens seinen 100. Geburtstag, eben weil dies im vergangenen Jahr wegen der Pandemie nicht möglich war.

Viele Gäste aus nah und fern waren zum Gratulieren und Mitfeiern gekommen. Eine gelungene Veranstaltung, weil kurzweilig und herzlich, aber dennoch dem Anlass angemessen. 200 Mitglieder, über 100 Jahre Vereinsgeschichte und nur drei Vorsitzende in dieser Zeit: Diese Zahlen sprächen für sich, wurde mehrfach von den Rednerinnen und Rednern betont. Sie zeugten von Kontinuität und Verlässlichkeit und davon, dass die jeweils verantwortlich Handelnden den Verein mit Weitsicht und Umsicht führten.

Da kommt man vor allem an einem Namen nicht vorbei: Karlfried Lauz, der 1961 nach dem Tod seines Vorgängers Heinrich Mandler das Ruder beziehungsweise den Wanderstab übernahm und sage und schreibe 46 Jahre an der Spitze des Traditionsvereins stand. 2008 trat Peter Wagner dieses Erbe an. Der begrüßte die vielen Gäste und Ehrengäste, darunter selbstverständlich den Ehrenvorsitzenden Karlfried Lauz.

Die Anfrage nach der Übernahme der Schirmherrschaft für das Jubiläum hatte Wettenbergs Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt gerne übernommen, wie auch schon vor 25 Jahren beim 75-jährigen Jubiläum. Er nannte den Verein einen geschätzten Partner innerhalb der Dorf- und Vereinsgemeinschaft. Lange bevor der Gedanke des Natur- und Umweltschutzes und der Landschaftspflege gesellschaftliche Bedeutung erlangt habe, sei durch das Wandern durch heimatliche Gefilde die Naturverbundenheit gefördert und für die Themen sensibilisiert worden.

Gleibergplakette überreicht

Der Schirmherr überreichte dem Vorsitzenden eine Gleibergplakette als Zeichen der Verbundenheit zur Burg Gleiberg. Bürgermeister Marc Nees gratulierte namens der gemeindlichen Gremien Wettenbergs. Er habe persönlich, wie er verriet, schöne Erinnerungen an den Verein und das Gelände, als ihm seine Großmutter als wanderndes Mitglied schon als Kind diese gesunde Freizeitbeschäftigung schmackhaft gemacht habe. Er lobte das Engagement der vielen aktiven Mitglieder, die viel Herzblut in Erhalt und Pflege des Wanderheimes und Geländes investiert und es »zu einem Filetstück« gemacht hätten. Vereinsarbeit sei Sozialarbeit mit integrativer Wirkung, wie auch der Zulauf vieler neuer, vor allem junger Menschen zeige. Er überreichte dem Zweigverein ein Geldgeschenk. Der Hauptverein lenke die Strukturen der Zweigvereine und schaffe Rahmenbedingungen für eine gute Entwicklung, sagte Roland Lay. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Hauptvereins und gratulierte in dessen Namen. Er habe selbst in der Kürze der Zeit schnell feststellen können, dass dem Hauptverein um die Zukunft des Zweigvereins Wißmar nicht bange sein müsse.

Dreimal Ehrennadel in Gold

Lay, der sich beeindruckt vom Vereinsgelände zeigte, lobte auch das gute Einvernehmen zwischen Zweigverein und Kommune. Er nahm anschließend die Ehrungen des Hauptvereins vor. Mit der Goldenen Ehrennadel wurden Volker Reinhardt, Otto Speier und Birgit Stroh ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Silber erhielten Birgit Kronenberger, Roger Lauz, Falk Schmidt, Bernd Stroh, Sabine Barho-Opper, Sabine Schneider, Armin Stroh und Ingrid Freimuth. Die Jubilare des Zweigvereins wurden durch den Ehrenvorsitzenden ausgezeichnet. Für 40-jährige Mitgliedschaft waren dies Roger Lauz, Irmgard Oel und Joachim Mülich und für 25-jährige Mitgliedschaft Christina Jäger und Bernd Stroh. Entschuldigt fehlten Thomas Beil, Karl Rennemann, Dr. Josef Heinz, Bernd Jung und Bärbel Weber-Coors.

Grüße und Gastgeschenke befreundeter Zweigvereine übermittelten Christiane Apel (Herborn) und Manfred Jung (Aßlar). Namens der Wißmarer Ortsvereine gratulierte deren Sprecherin Monika Monter.

Zudem überreichten zahlreiche Ortsvereine ihre Geschenke. Birgit Stroh führte durch das Programm. Der Festakt wurde musikalisch umrahmt durch den gemischten Chor der Sängervereinigung Germania-Eintracht und das Blasorchester Wißmar.

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