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Kleine Nachwuchswissenschaftler mit großem Instinkt

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Wettenberg (ljh). Gleich zweimal wurde der Versammlungsraum des Wettenberger Haus der Begegnung umfunktioniert: Für zwei Veranstaltungen der Wettenberger Ferienspiele »mutierte« der Raum auch dank je 16 junger Nachwuchswissenschaftler im Alter von sechs bis zwölf Jahren zum Labor.

Unter der Anleitung von Johannes Rech von »Young Scientists« konnten die Kinder selbst zahlreiche Experimente durchführen und Spaß haben. Vormittags drehte sich die Veranstaltung »Best of Chemie« um bunte, spektakuläre oder überraschende chemische Vorgänge mit alltäglichen Gegenständen, während nachmittags Versuche zur Elektrizität auf dem Programm standen.

Im ersten Experiment standen verschiedene Dichten und Arten von Flüssigkeiten im Vordergrund. Zunächst konnte im Selbstversuch festgestellt werden, dass sich ein Zuckerwürfel in Wasser auflöst, in Öl aber nicht. Nachdem die Kinder nun Öl und Wasser gemischt hatten, entstand eine hochinteressante, streng getrennte Flüssigkeit. Das Öl schwamm oben über dem Wasser, der Zuckerwürfel sank auf den Grund und löste sich dort auf. Eingeführte Tintetropfen sanken langsam durch die Ölschicht, bis sie aufs Wasser trafen und sich dort mit diesem vermischten, was unterschiedliche und coole Formen erzeugte.

Zwar hätte man das Gemisch nun auch einfach umrühren können, dies wäre aber für angehende Wissenschaftler zu einfach gewesen. Schließlich konnte mit einer sich im Wasser auflösenden Brausetablette derselbe spaßige Effekt erzielt werden.

Den größten Spielspaß brachte allerdings der letzte Schritt von Rechs Lieblingsexperiment: Nachdem Spülmittel hinzugefügt wurde, konnten die Kinder mit einem Strohhalm in das Glas pusten und es so zur großen Begeisterung endgültig überschäumen lassen und große Blasen erzeugen. Dieser »Sturm im Glas« wurde angesichts der Sauerei in weiser Voraussicht draußen durchgeführt.

Um einen »Zaubersaft« drehte sich das zweite Experiment. Dabei handelte es sich tatsächlich um Rotkohlsaft, welcher als Indikator die Säure- oder Laugeneigenschaft anzeigen kann. Und so färbten sich verschiedene Proben des Saftes bei Zugabe von beispielsweise Cola, Waschpulver oder Essig rötlich oder grünlich. Am meisten Spaß brachte aber wohl das wilde Zusammenmischen aller Flüssigkeiten mit sich, schließlich konnten die Kinder so unterschiedlichste Farbmuster erzeugen.

Das dritte Experiment bot dann noch einige optische Highlights. Sporen brannten durch Zuführen in eine offene Flamme sofort ab und mit Hilfe von Mehl wurde sogar eine Stichflamme erzeugt.

»Mir geht ein Licht auf!« war das Motto der zweiten Veranstaltung zum Thema Elektrizität und dies entsprach auch der Wahrheit.

Nachdem zunächst simple, aber erkenntnisreiche Stromkreise gebildet wurden, ging es dann an das Erforschen alltäglicher Gegenstände. So konnte mittels eigener Experimente festgestellt werden, dass beispielsweise die eigene Armbanduhr Strom leiten kann, Haare oder Sommersprossen aber nicht.

Passend zu den Temperaturen war das Bilden eines Stromkreises, der mittels eines kleinen Motors einen Ventilator betreiben konnte und zugleich auch eine Glühbirne zum Leuchten brachte. Beim Einsatz zweier Batterien konnte man den Propeller des Ventilators sogar zum Abheben bringen.

Das Highlight bildete für die meisten Kinder aber wohl das letzte Experiment im Freien. Mittels einer einfachen Batterie konnten die Kleinen Stahlwolle zum Brennen bringen.

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Jede Menge Spielspaß brachte das Experiment »Sturm im Glas«. Foto: Jahn © Jahn
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Mit Batterien wurde Stahlwolle entflammt. Foto: Jahn © Jahn

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