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Konzertantes Event erster Güte

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Das war ein grandioses Konzert-Ereignis: Die Sängervereinigung Germania Eintracht Wißmar und der MGV Arion Kleinlinden präsentierten sich nahezu 40köpfig den Zuhörern und wurden mit großem Applaus bedacht. Foto: Waldschmidt © Waldschmidt

Stadt und Land vereint. Männerchöre aus Wißmar und Kleinlinden brillieren vor 120 Gästen.

Wettenberg (whk). Das war ein mehr als gelungener Auftakt aus der Pandemie heraus und eine ausgezeichnete Werbung für den Chorgesang: Der Projektchor des Männerchores der Sängervereinigung Germania Eintracht Wißmar und des MGV Arion Kleinlinden brillierte beim konzertanten Event erster Güte im Wißmarer Bürgerhaus. Die 120 Zuhörer quittierten die Auftritte mit großem, lange anhaltenden Beifall. Das Konzert wurde dann einen Tag später in der Basilika des Schiffenbergs wiederholt, ebenfalls ein Riesenerfolg.

Besonderes musikalisches Flair

Der Vorsitzende der Sängervereinigung Wißmar, Jürgen Bechthold, freute sich zu Beginn, dass es gelungen war, in Kombination mit einem kleinen Orchester den Auftritten des Abends ein besonders musikalisches Flair zu verleihen und hieß die Zuhörerschar herzlich willkommen. Charmant und humorvoll hatte in bewährter Weise Joachim »Lerry« Lehr die Moderation des Abends mit launigen Zwischentexten übernommen. So sprang der musikalische Funke schon beim ersten Chorsatz mit dem Orchester auf das Publikum über als »Am Brunnen vor dem Tore« erklang.

Auch die weiteren beiden Stücke erreichten die Herzen der Zuhörer - ebenfalls von Friedrich Silcher (1789 bis 1860) komponiert: »Wenn alle Brünnlein fließen« und »Mein Eigen soll sie sein«. - Silcher hat sich durch sein dreistimmiges württembergisches Choralbuch verdient gemacht sowie durch eine große Zahl von Liedern. - A capella vorgetragen brachte »In der Ferne« Klangfülle in den Saal. Wiederum mit Orchester war »sHerz« ein besonderer musikalischer Genuss.

Die letzten zwei Pandemie-Jahre waren für den Männerchor der Sängervereinigung nicht leicht zu bewältigen. Doch das Chor-Projekt sorgte jetzt wieder für musikalische Performance. Es wurde mit dem früheren Chorleiter Markus Schopf gekonnt und inhaltsstark realisiert. So begeisterte Markus Schopf im Konzertpart auch mit einem Solo. »Küssen kann man nicht alleine« und »Heute ist ein guter Tag um glücklich zu sein« wurde vom Publikum ebenso wie der instrumentale Beitrag des Orchesters mit großem Applaus bedacht.

Chorleiter verabschiedet

Für den Wohlklang der Harmonika sorgte Chris Reinhardt beim Chorsatz »Wohl ist die Welt so groß und weit«. A capella schloss sich »Kleines Weinmadrigal« und mit faszinierender Orchesterbegleitung »auf der Lüneburger Heide« an. Der Schlusspart war der »Jagd« gewidmet. So erklang »Der Jäger Abschied« und »Waldlust« a capella und der »Jägerchor« unter Klavierbegleitung von Roland Schmiedel.

Im Mittelpunkt stand zum Schluss der Dank an Chorleiter Markus Schopf für seine engagierte Dirigentenarbeit durch den Vorstand der Sängervereinigung, der Präsente überreichte. Dank galt auch Joachim »Lerry« Lehr und Chris Reinhardt für ihr Engagement.

Der große Applaus der Zuhörer war Gradmesser für einen Konzert-Event, der zu Herzen ging, und noch lange nachklingen wird.

Am Ende kam der große Männer-Projekt-Chor nicht um eine Zugabe herum. Es erklang glanzvoll »Morgen marschieren wir«.

Das Projekt zweier Chöre zeigte, dass auch Synergieeffekte besonderer Art erzielt werden können und mit einem Projekt auch die zum Mitsingen motiviert werden können, die sich wöchentlich nicht an einen Übungsabend binden wollen.

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