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Marc Nees verschafft sich Überblick

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Yilmaz Gökalp (4.v.l.) erläutert Bürgermeister Marc Nees (Mitte), sowie Andreas Kraft, Gerhard Schmidt und Dr. Jürgen Leib, den Fortgang der Arbeiten. Mit dabei Mitarbeiter der Firma Denkmalplan. Foto: Mattern © Mattern

Wettenberg (mav). Über das Winterhalbjahr 2021/22 wurden die an der inneren Stützmauer des Merenberger Baus auf Burg Gleiberg aufgetretenen Schäden gesichert und dazu das Mauerwerk im geplanten Raster mit Kanthölzern und Gewindestäben stabilisiert. Anfang Mai konnten die Sanierungsarbeiten durch die Firma Denkmalplan wieder aufgenommen werden.

Die Kostenschätzung beläuft sich auf circa 30 000 Euro Dem Gleiberg-Verein als Eigner der Burg wurden bereits 10 000 Euro als Zuschuss vom Landesamt für Denkmalpflege bewilligt. Im Rahmen der geübten und bewährten Praxis der sogenannten »Drittelfinanzierung« wird noch einmal der gleiche Betrag von der Gemeinde Wettenberg erwartet, nachdem dort auch ein entsprechender Antrag an die gemeindlichen Gremien gestellt wurde.

Bürgermeister Marc Nees, neu im Vorstand des Gleiberg-Vereins seit der letzten Jahreshauptversammlung, hatte sich dieser Tage, gemeinsam mit dem geschäftsführenden Vorstand, ein Bild von den Schäden und den wieder aufgenommen Arbeiten zur Behebung dieser Schäden machen können. Aufgrund der starken Ausbauchungen war die Standsicherheit der Mauer, die als Stützmauer den Giebel der Merenberger Mauer sichert, nicht mehr gewährleistet. Auch die Verkehrssicherungspflicht erforderte unverzügliches Handeln. Aktuell werden in den erforderlichen Bereichen zusätzliche Gewinde- und Eisenstäbe in Edelstahl eingesetzt und die Hohlräume im Inneren des Mauerwerks mit einem Spezialmörtel verfüllt, erklärte Diplomingenieur, Yilmaz Gökalp, vom Ingenieurbüro HAZ. aus Marburg. Für dieses Verfahren müssen in einem bestimmten Raster Injektionsschläuche verlegt werden.

Ausbauchungen werden teilweise entfernt und neu gemauert. Die harte Zementverfugung in der Ansichtsfläche und auf der Mauerkrone muss entfernt und durch einen weichen Kalkmörtel im Spritzverfahren neu hergestellt werden.

Danach, so der Fachmann, werde das Mauerwerk im Sandstrahlverfahren gereinigt. Die Firma Denkmalplan aus Körner (Thüringen), mit Bauleiter Marco Rempe, hat sich auf die bundesweite Sanierung und Restaurierung historischer Bauwerke spezialisiert und sorgt mit den Fachkräften Sören Buchenau, Imanuel Käber und Steven Buchenau auch auf Burg Gleiberg für eine sachgerechte Ausführung der Maßnahme.

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