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Markanteste Vogelarten kennenlernen

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Wettenberg (red). Die Biodiversität dieser Welt, Europas und Deutschlands nimmt rapide ab. Im Zentrum stehen der Verlust von Lebensräumen, die Frakturierung von Landschaften und damit einhergehend die kritische Verkleinerung der Populationen. Hinzu kommt der massive Einsatz von Herbiziden und Insektiziden.

Welche Anmut, Schönheit und Perfektion dabei verloren gehen, zeigt Prof. Gerald Reiner vom Arbeitskreis Wildbiologie der Justus-Liebig-Universität Gießen in einem 90-minütigen Vortrag am morgigen Sonntag, 15. Mai, um 17 Uhr im KuKuK in Wettenberg.

Die Teilnehmer erwartet eine Reise, auf der man über 120 der markantesten Vogelarten Deutschlands und Europas kennenlernt. Der Eintritt ist frei. Verblüffende Fakten über die Gefiederten sorgen für Staunen und Unterhaltung. Die Reise beginnt in den alpinen Landschaften der Telemark und in der Finnischen Taiga auf der Suche nach Steinadler, Auer- und Birkhuhn. Sie endet nach über 20 großartigen Schauplätzen und Lebensräumen in West-, Mittel- und Osteuropa bei den Bartgeiern am Südrand der Pyrenäen.

Alle Fotoaktivitäten waren über zehn Jahre lang sorgfältig gelenkt und fördern den Erhalt und den Ausbau von Biotopen vor Ort. Alle Aufnahmen sind wildlife und oft unter schwierigsten Bedingungen entstanden.

So ließ der Schreiadler drei Wochen auf sich warten, weil der schwere Vogel auf seinem diesjährigen Zug aus den afrikanischen Überwinterungsquartieren durch ein Tief über dem Balkan ausgebremst wurde.

Als Schmankerl gibt es die Reise auch als Buch, auf über 300 Seiten großformatiger Fotos im DIN A4-Querformat. Das alles mit kurzen und prägnanten Texten garniert. Ein Plädoyer für den Erhalt der Biodiversität, zu dem Menschen verpflichtet sind; nicht primär für die nächsten Generationen, sondern um der Biodiversität selbst willen.

Das Buch wurde übrigens maßgeblich gefördert durch die Deutsche Wildtier Stiftung, das Marburger Institut für Ornithologie und Ökologie sowie vom den NABU Wettenberg.

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