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Minus bei voraussichtlich 1,6 Millionen Euro

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Wettenberg (ljh). Eine Inflationsrate von 7,6 Prozent, teils erheblich höhere und unsichere Energiepreise: Die aktuellen Preissteigerungen spüren nicht nur Privathaushalte, auch den Kommunen und deren Haushalten machen sie zu schaffen. So rechnet die Gemeinde Wettenberg mit einer Steigerung der entsprechenden Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen um 250 000 Euro, wie Bürgermeister Marc Nees (parteilos) im Rahmen seines Berichtes über den Haushaltsvollzug der Gemeindevertretung mitteilte.

Insgesamt müsse man mit einer Ergebnisverschlechterung um rund 960 000 Euro rechnen, das Minus im Wettenberger Haushalt würde dann rund 1,6 Millionen Euro betragen.

Prognose unsicher

Zurückzuführen ist dies vor allem auf pandemiebedingte Effekte und Preissteigerungen. So rechnet die Verwaltung unter anderem mit durch Erstattungen aus dem Pandemie-Jahr 2020 um 750 000 Euro geringeren Einnahmen durch die Gewerbesteuer. Die Prognosen seien allerdings noch sehr unsicher, wie Nees betonte. Entsprechend schaltet die Ampel zur Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinde auf Gelb. Trotzdem ist Wettenberg im Vergleich zu anderen Gemeinden finanziell stabil und kann sich vor allem auf seine hohen Rücklagen verlassen.

Kosten sinken

Gute Nachrichten zumindest für den Wettenberger Haushalt gibt es von der Errichtung eines Pumptracks im Ortsteil Wißmar. Zunächst leidet auch dieses Projekt unter massiven Preissteigerungen.

So sind die Kosten von ursprünglich veranschlagten rund 150 000 Euro auf nun insgesamt 343 000 Euro gestiegen. Aufgrund von wahrgenommenen Fördermöglichkeiten sinken die Kosten für die Gemeinde allerdings, wie Rathauschef Nees verkünden konnte.

So hat Wettenberg mit voraussichtlich rund 127 000 Euro Eigenanteil sogar weniger Kosten als ursprünglich veranlagt. Der Förderbescheid liegt sogar schon vor, einen Baubeginn visiert Nees vorsichtig optimistisch für Oktober an.

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