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Neue kreative Fertigkeiten erlernt

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Zahlreiche Arbeiten entstanden in der KuKuK-Kunstwoche. Foto: Schultz © Schultz

Tolle Stimmung herschte bei der ersten Kunstwoche des Kunst- und Kulturkreises Wettenberg (KuKuK). Samstag und Sonntag lief eine beeindruckende Werkschau .

Wettenberg (hsch). Sehr beachtliche Tage liegen hinter dem Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK). In der vergangenen Woche veranstaltete man die erste Kunstwoche in der KuKuK-Halle. Die zahlreichen Teilnehmer hatten die Chance, etwas Neues zu lernen, mit neuen Techniken zu arbeiten oder auch einfach mal in die verschiedenen Gruppen reinzuschnuppern. Von all diesen Möglichkeiten wurde intensiver Gebrauch gemacht. Samstag und Sonntag lief eine Werkschau.

»Es war ein voller Erfolg, viel intensiver, als wir uns das je vorgestellt hätten«, sagte die Vorsitzende Barbara Yeo-Emde in einem Rückblick. »Besonders gerne wurde nach zwei Jahren Pandemie und kaum direkten Kontakten die Chance angenommen, einfach bei einer anderen Gruppe reinzuschnuppern und sogar mitzumachen. Das führte dazu, dass in der gesamten Zeit eine tolle Stimmung herrschte.« Die Nachfrage auch von Nichtmitgliedern war groß, sodass man beschloss, jedermann zuzulassen.

Die Palette (pardon) war breit: Es war sozusagen eine offene Werkstatt, in der allein oder auch in Gemeinschaft gearbeitet werden konnte. Es gab Angebote für folgende Workshops:

Porträtfotografie mit Harald Kessler-Rautenhaus, Handdrucke mit Michael Ackermann, Holzkästen mit Acryl, Wachs, Collagematerial und Öl mit Gabi Herlitz, Kaltnadelradierungen auf Kunststoffplatten mit Sissi Jähnichen, Keramik mit Ines Scheurmann, Schreibworkshop mit Günter Wirtz, Abstrakt-Spontan-Malen auf großen Formaten, Kleisterpapiere Herstellen mit Susanne Voos, und Drechselvorführungen mit Dieter Weiß.

Um die Ergebnisse der Woche zu zeigen, wurde am Samstag von 15 bis 18 Uhr die dazugehörige Werkschau mit einer Vernissage eröffnet. Am Sonntag von 12 bis 18 Uhr war die Werkschau weiter zu sehen, während der KuKuK sein Sommerfest feierte.

Im Ausklang der Woche waren noch zahlreiche Ergebnisse zu sehen. An den Wänden hingen prachtvolle Handdrucke. Es war reizvoll, die verschiedenen Ausdrucke zu betrachten, bei denen die Akteure immer weiter an ihr gewünschtes Resultat herankamen.

Auch hier erwies sich einmal wieder der alte Spruch von der vielen Arbeit als wahr, die Kunst mit sich bringt.

Die Teilnehmer freuten sich riesig, dass ihnen nun eine neue kreative Fertigkeit zur Verfügung stand. Es gab aber natürlich auch höchst sehenswerte Acrylarbeiten,

Auf vielen Tischen waren noch die Arbeitsmaterialien zu sehen, die der Ausstellungsbesucher gewöhnlich nie zu sehen bekommt: Sprühflaschen, alle möglichen Roller, Pinsel, Mischplatten und ein unübersehbares Sammelsurium von weiteren, nicht selten rätselhaft anmutenden Gerätschaften, die bei der Kunstherstellung vonnöten sind.

Die gute Stimmung war auf dem abschließenden Sommerfest noch ganz deutlich zu bemerken, die Begeisterung sprudelte förmlich aus den Mitgliedern heraus.

Der Verein hat noch mehr Grund zur Freude: Am Wochenende wurde ihm der Kultur-Förderpreis des Landkreises überreicht. Dabei wurden neben der Vielzahl der Aktivitäten des KuKuK besonders die Unterstützung weiterer Vereine und kultureller Initiativen gewürdigt.

Diese Aktivitäten bestehen nunmehr seit fast 20 Jahren und zeigen die Tatkraft und die Ausdauer der Mitglieder und ihrer Unterstützer. Chapeau!

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