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Neues Schmuckstück der Feuerwehr

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Jana Henzel und Christin Küthe-Schneider (kniend mittig vor dem Fahrzeug) mit Michael Gross, Gerhard Schmidt, Stefan Pioch, Jan Schepers, Fördervereinsvorsitzender Uwe Offenbacher (v. l.) und Jugendfeuerwehrmitgliedern. © Mattern

Zwei Damen der Freiwilligen Feuerwehr Krofdorf-Gleiberg übernehmen die Patenschaft für einen alten T3-Bus.

Wettenberg (mav). Großer Bahnhof bei der Firma Gross im Wettenberger Gewerbepark Ost. Von der Minifeuerwehr bis zur Ehren- und Altersabteilung war die Feuerwehrfamilie aus Vertretern des Fördervereins und der Einsatzabteilung Krofdorf-Gleiberg vor Ort und von den rund 30 Anwesenden, zu denen auch Ehrenbürgermeister Gerhard Schmidt gehörte, schauten Christin Küthe-Schneider und Jana Henzel besonders verliebt auf das rote Schmuckstück nach seiner Enthüllung in der Werkshalle. Die beiden Feuerwehr-Damen haben ein Faible für Oldtimer und diese Begeisterung fand ihren Ausdruck in der Patenschaft für den MTW Typ T3 (Mannschaftstransportwagen).

Doch von vorne. 1988, anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Krofdorf-Gleiberg, wurde das Fahrzeug vom Förderverein beschafft und der Einsatzabteilung zur Verfügung gestellt. 2002, nach 15 Jahren Dienstzeit, schenkte es die Gemeinde Wettenberg der ungarischen Partnerkommune Zsàmbèk, wo es noch gute Dienste tat. 2021 ist der T3 nach fast 20 Jahren wieder im Besitz des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Krofdorf-Gleiberg. Küthe-Schneider und Henzel bekamen die Rückführung nur beiläufig mit, aber das Interesse war geweckt. Aus dem T3 sollte ein Schmuckstück werden. Die beiden erarbeiteten ein Konzept, das den Vorstand überzeugte. Das Fahrzeug soll repräsentativen Zwecken dienen, um vor allem neue Mitglieder zu werben und natürlich der Mini- und Jugendfeuerwehr ebenso zur Verfügung stehen wie der Einsatzabteilung. Es war schon in Vereinsbesitz und dieser stellte es dann den beiden Feuerwehrdamen als Entleiher zur Verfügung.

Der Förderverein hat bereits ein Oldtimerfahrzeug, den sogenannten »Frankfurter«, sowie Kosten für einen weiteren Oldtimer übernommen. Das wäre in der Summe zu viel gewesen. Durch das Entleihen entstand somit eine Win-Win-Situation. Sämtliche Ausgaben wie Steuern, Versicherung und Restaurierungsarbeiten tragen die beiden Feuerwehrdamen selbst. Sie kümmerten sich um einen Unterstand, putzten, schraubten, unterstützten und organisierten Arbeiten, welche selbst nicht durchgeführt werden konnten.

Im Juli letzten Jahres nahm der T3 an einer Oldtimerausfahrt teil. Man gewann Stimmen und Aufmerksamkeit. So gelangte das Fahrzeug für kurze Zeit in den Westerwald, wo weiter an ihm gearbeitet wurde, bis es im Dezember zurückgeholt wurde. Jetzt kam Michael Gross ins Spiel: In dem Geschäftsführer der gleichnamigen Firma fanden die beiden Frauen einen großartigen Unterstützer. Die Firma Gross hat den Bus in einen fahrbereiten Zustand versetzt und er erhielt das TÜV+ H-Gutachten.

Im Februar konnte er voller Freude und Stolz bei der Zulassungsstelle anmeldet werden. »Mit den Kennzeichen in der Hand konnten wir es noch gar nicht fassen, innerhalb dieser Zeit so weit gekommen zu sein«, so Küthe-Schneider und Henzel. Michael Gross war so engagiert und begeistert, dass er sämtliche Hebel in Bewegung setzte und den T3 sogar im Lackierzentrum Langgöns unterbrachte. Dort bekam er von Inhaber Stefan Pioch eine Komplettlackierung verpasst. .

Im März stand der T3 bei Gross auf dem Betriebsgelände für weitere Arbeiten bereit. Ein Aufbereiter versetzte das Fahrzeug auch innen in einen neuwertigen Zustand. Bei der Überwindung administrativer und bürokratischer Hürden unterstützte Feuerwehrmitglied Jan Schepers.

Viele Unterstützer daran beteiligt

So waren viele beteiligt an einem Projekt, das mehr ist als nur die Restaurierung eines historischen Fahrzeuges. Dieser Oldtimer, so der stellvertretende Wehrführer Sebastian Moos bei der Übergabe, ist vor allem ein Zeichen beständiger und gelebter Gemeindepartnerschaft zwischen Wettenberg und den ungarischen Gemeinden Zsambek und Tök. Gerhard Schmidt, der aus seiner Amtszeit als Bürgermeister die Geschichte des T3 kennt, ergänzte, dass die Feuerwehr seit Beginn dieser Partnerschaft stets ein verlässlicher Partner für die Gemeinde war und ein unverzichtbarer Aktivposten sei. Michael Gross begründete sein Engagement mit der Anerkennung gegenüber den Feuerwehrangehörigen und ihrer Leidenschaft für das Ehrenamt. Es habe ihn beeindruckt, bei einer Betriebsbesichtigung die Begeisterung der jungen Menschen für eine Sache erlebt haben zu dürfen. Für die Unterhaltung des Schmuckstückes würden sich Christin Küthe-Schneider und Jana Henzel über Spenden auf dem eingerichteten Konto unter IBAN: DE36513900000010019915, BIC: VBMHDE5F freuen

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